NEPAL. TEIL I.

Nepal I

Hey jah! Na, wer dachte, dass dieser Blog schon vorbei ist, der wird sich jetzt aber wundern. Zwar bin ich seit ca. vielen Tagen wieder in Deutschland aber ein paar Geschichten müssen noch erzählt werden! Zum einen war da Brunos und mein Trip nach Nepal – und das Thailand Abenteuer ist auch noch da plus die letzten Wochen vor der Rückkehr.

Also lehnt euch zurück und spannt die Augenlider auf!

Nepal wäre mir eigentlich niemals in den Sinn gekommen. Dank Manu, der diesen Trip schon zu Beginn/Mitte des Jahres (also letzten Jahres, 2014 – glaube ich) machte und mit leuchtenden Augen davon erzählte begann dieses Reiseziel attraktiv zu werden. Und wann kommt man schon noch nach Nepal und vor allem, wann bitte sieht man schon einmal den Himalaya?! Also suchten wir uns Tickets raus und flogen mal dorthin. Schon der Flug war mal “was anderes” denn normalerweise dauert ein Flug höchstens 1 1/2 Stunden in Asien. Der nach Kathmandu jedoch ganze drei Stunden und das ohne Essen!

ipp

Seht ihr die drei Sonnen?

Angekommen in Kathmandu konnte ich nicht umhin mich ob des kleinen roten Backsteingebäudes namens International Airport zu verlustieren. Eigentlich nicht so lustig aber im Vergleich zu anderen internationalen Flughäfen war das schon etwas komplett anderes. Der Flughafen kommt ohne Schicki-Micki Duty Free Läden aus aber überteuerter Kaffee war der Verkaufsschlager, glaube ich. Vor Reiseantritt bekam ich bereits ein paar Tips über Taxipreise, Hostels usw. Wir hatten uns schon ein Hostel gesucht und mussten jetzt nur noch aufpassen, dass wir nicht zu viel für das Taxi bezahlten. Eigentlich wollten wir den Bus genommen haben aber wir hatten beide keine Ahnung wie und wo und wann und überhaupt. Tatsächlich bekamen wir dann ein Taxi für einen vergleichsweise günstigen Preis. Das wusste auch der Taxifahrer und wollte noch jemanden dazu bewegen mit in das Taxi zu steigen. Man muss sich die typischen Taxen wie einen sehr alten Mini vorstellen. Mit uns beiden plus zwei Reiserucksäcken also nur noch wenig Spielraum, wie auch jeder, abgesehen vom Taxifahrer, erkannte.

Wir kamen also an, alles easy soweit. Dann kam wieder das übliche, die Suche nach dem Hostel. Positiver Nebeneffekt ist ja immer, dass man was von der Stadt sieht! Aber nach nicht allzu langer Zeit fanden wir auch schon unser Hostel in einer Seitenstraße kurz vor Beginn des Touristenviertels Thamel. Ich hatte mir sowohl die Stadt als auch das Viertel komplett anders vorgestellt. Eher ruhig und so richtig auf Cafés/Terrassen ausgelegt. Allerdings hatte ich mich auch nicht gut auf Nepal vorbereitet. Wider erwarten war es super hektisch, voller Verkaufsstände und unglaublich staubig überall. Die Straßen ähnelten Gassen und waren sehr schmal. Die Läden auf beiden Seiten sahen sich so ähnlich, dass wir uns ein, zweimal verliefen – überall die selben Souvenirs.

ipp

Richtig schöne Straßenkunst überall in Thamel!

ipp

Stupa inmitten der engen Gassen, die bunten Fahnen sind Gebetsfahnen und enthalten Mantras.

ipp

Normal.

ipp

Kleinere, ich nenne es mal “heilige Stätten” finden sich in jeder kleinen Ecke oder am Wegesrand und natürlich an öffentlichen Plätzen.

ipp

Schicke Puppen dies das. Leider keine gekauft.

Wir entschlossen uns, wie ich es auch schon in Vietnam tat, die Stadt und diverse Sehenswürdigkeiten zu Fuß zu erkunden. Man kann natürlich auch alles mit dem Taxi abfahren, abgesehen von Reisebussen ist mir sonst kein öffentlicher Verkehr aufgefallen. Ach und eine kleine Spezialität: Im Vergleich zu den Ländern die ich bereits besuchte fahren die meisten in Nepal keinen Motorroller, sondern ein Motorrad! Das sorgt für ein cooles Straßenbild, fahren aber auch alle nur 50kmh. Bevor wir unsere erste Station erreichten staunten wir nicht schlecht. In den schmalen Straßen hingen überall bunte Gebetsfahnen, standen kleine Statuen oder größere Stupas. Man hat das Gefühl, dass ganz Kathmandu bzw. Nepal den Buddhismus lebt. Und aus vielen Läden hört man immer wieder das bekannte “Om Mani Padme Hum” – Mantra – auch wenn man es irgendwann nicht mehr so klasse findet.

Durbar Square

Unser Anlaufpunkt war der Durbar Square, also ein öffentlicher Platz der sich durch seine alte Architektur – Pagoden und Tempel – auszeichnete. Am Eingang fiel mir dann zum ersten Mal der ganz große Minuspunkt Nepals auf. Ich weiss es ist Hauptsaison, ich weiss auch, dass Nepal ein sehr armes Land ist dennoch kann ich nicht verstehen warum man direkt 10 US$ Eintritt für einen Platz verlangt. Argumentiert wurde damit, dass das “Einrittsgeld” für die Bewahrung der Stätte genutzt werden würde aber dem konnte ich keinen Glauben schenken. Ich meine 1 US$ oder 2 wären noch voll okay – so war es teilweise in Kambodscha – aber gleich 10?! Da fehlt mir das Verständnis. Aus diesem Grund sind wir auch einfach an den Leuten vorbei gelaufen. Da es noch relativ früh war, ich meine vor 12 Uhr, haben die Herren auch nichts weiter unternommen.

ipp

Offizielle Feuerwehrwagen – kein Scherz und unheimlich cool

ipp

Blick auf den Durbar Square

ipp

Wunderschöne Verzierungen allewo!

ipp

Laufende Restaurationsarbeiten mit dem typischen Bambusgerüst.

ipp

Über 50 dieser Gebäude gibt es auf dem Platz, natürlich jeder einzelne für einen Gott.

 Es war sehr schön über den Platz zu lustwandeln und sich die diversen kleinen Statuen, die unfassbar detailreichen Verzierungen anzuschauen und alles auf sich wirken zu lassen.

Swayambhunath

Nach dem Platz ging es für uns zu dem sogenannten “Affen Tempel” – der Swayambhunath. Wir sind hingelaufen und sammelten so Eindrücke der Stadt abseits der Touri-Zentren.

ipp

Straße in Richtung Tempel

ipp

ipp

Fluss.

ipp

Ein Schulhof – die Schüler genossen offensichtlich gerade ihre Pause.

Der Tempelkomplex selbst ist auf einem Berg angelegt, sein beherrschendes Element ist eine buddhistische Stupa auf dem Gipfel. Umrankt wird sie von zwei hinduistischen Türmen. Oft ist es in Kathmandu so, dass Heiligtümer, heilige Stätten von beiden Religionen genutzt werden.

Der Weg hinauf war angenehm, die vielen Affen lenkten uns gut von der steilen Treppe ab.

ipp

Da waren auch ganz viele Bebi Affen (=

ipp

ipp

Der Tempel gilt als eine der ältesten buddhistischen Stätten der Welt dessen inneren Bauten auf ca. 2500 Jahre geschätzt werden. Die Anlage wurde jedoch 1450 von Muslimen zerstört. Die meisten Relikten stammen aus dem Wiederaufbau. Am Fuße des Komplexes steht angeblich eine Steinplatte mit den Fußabdrücken Buddhas, die haben wir leider nicht gesehen. Er ist einer der heiligsten Orte und steht im mystischen Zusammenhang mit der Gründung Kathmandus. Affentempel heisst er logischerweise weil sich Horden von Affen auf dem Berg angesiedelt haben.

ipp

Die Stupa des Tempels.

ipp

Wenn ich jetzt nicht ganz blöd bin ist das einer der hinduistischen Türme.

ipp

Feiner Ausblick!

ipp

Kathmandu.

ipp

Gebetsmühlen.

ipp

Asantisquana Matschbanana…

ipp

Reger Verkehr!

ipp

ipp

Sheeeeiiiiiit… Haben mir auch mein Wasser geklaut die Schlingel.

Danach ging unsere Tour weiter. Die nächste Station sollte der

Pashupatinath

werden. Eine der wichtigsten hinduistischen Heiligstätten der Welt. Und einer von zwei Orten weltweit (der andere Tempel liegt in Indien) in denen es noch das Verbrennungsbegräbnis auf dem Wasser stattfindet bzw. stattfinden darf. Wie auch immer, man wollte 10 US$ Eintritt haben, aber nur von uns weißen Europäern. Hatten wir keine Lust zu und sind drum herum gewandert.

Bauddhanāth

Die nächste Station war etwas weiter weg aber lieferte wieder einmal einen schönen Einblick in das “normale” Leben. Es ging zur großen Boudhanath Stupa im Nordosten der Stadt.  Die Stupa ist eingekreist von Souvenirshops und kleineren Tempeln und Gebetsstätten aber auch von vielen Dachcafés. Eine entspannte Stimmung trotz der vielen Touristen liess sich feststellen. Die Stupa an sich ist sehr imposant. Sie steht dort seit dem 5. Jahrhundert n. Chr. und ist mit 36/40 Metern eine der größten ihrer Art.

ipp

ipp

ipp

Immer wieder schön anzusehen!

ipp

ipp

ipp

Viele Trucks und auch die Reisebusse waren oftmals bunt verziert mit lauter Glückssymbolen.

ipp

In dieser süßen Stube gabs eine kleine Stärkung.

ipp

Typische Fleischerei.

Und jetzt die Stupa!

ipp

Überall kleine Tempel/Altäre.

ipp

Die rote Farbe ist übrigens kein Blut, sondern Blütenstaub.

ipp

ipp

ipp

ipp

ipp

ipp

Eine sehr schöne Sehenswürdigkeit!

Weiter ging es dann mit dem Taxi zu einem circa 15Km weit entfernten Ort. Und zwar nach:

Bhaktapur

Bhaktapur ist eine eigenständige Stadt. Im Gegensatz zu Kathmandu ist sind Autos und Motorräder nicht erlaubt. Das und das wirklich antike Stadtbild sorgen dafür, dass man sich in der Zeit zurück versetzt fühlt. Der Eintritt war hier unglaubliche 15US$! Ich habe mir das angetan, mein Mitstreiter nicht. Ich muss sagen es hat sich auch fast gelohnt. Immer im Hinterkopf, dass das ja jetzt nicht soooo viel Geld wäre – es hier aber ist. Naja angeblich wird das Geld dort wirklich zu Instandhaltungszwecken gebraucht. Die Stadt respektive das Viertel war wirklich sehr groß und durch verschieden Plätze eingeteilt, die jeweils durch kleine Gassen miteinander verbunden waren. Ich hab mich natürlich erstmal verlaufen – Heetenmalheurstyle eben.

ipp

Der größte Platz war ebenfalls – schon wie der Durbar Square – gesäumt von Tempeln. Heisst hier auch so, also Durbar Square.

ipp

ipp

ipp

Antike Wasseranlage.

ipp

Nyatapola-Tempel, der größte Tempel Nepals.

ipp

Geschäftliches Treiben.

ipp

ipp

ipp

ipp

ipp

ipp

Auf dem kleinen Platz wurde viel, viel getöpfert…

ipp

ipp

ipp

Ja gut… weiß au’ nich.

ipp

ipp

Genießt die Bilder und informiert euch selbst welcher Tempel welchem Gott geweiht wurde, warum die Stadt so verziert ist usw. Das wird mir sonst alles zu viel!

Abends ging es zurück nach Thamel.

ipp

Wusste gar nicht, dass Angelina Jolie hier rumtanzt.

Wir suchten uns eine nette Bar und wählten das Lokalgetränk. Aber anscheinend gab es dieses Getränk nur hier, wir haben versucht es irgendwo anders in Nepal zu bekommen aber niemand wusste wovon wir sprachen… Echt schade weil es verdammt lecker war. Auch suchten wir Ewigkeiten um einen dieser Krüge mitzunehmen – auch Fehlanzeige. Das Getränk, dessen Name mir leider Gottes entfallen ist, bestand eigentlich nur aus warmen Bier und Hirse. Einfach aber gut. Außerdem wurde immer nachgeschenkt.

ipp

ipp

Habe spontan beschlossen, dass ich das in zwei Teilen mache. Teil 2 gibts dann Pokhara! Es wird nicht solange dauern wie dieser (=

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s