HARI RAYA.

Selamat Hari Raya Aidilfitri – Maaf Zahir Dan Batin

Und direkt einer hinterher. Da ich ja langsam aufholen muss bzw. die aktuellen Ereignisse einholen muss gibts jetzt schon den nächsten Beitrag. Ende Julie, genauer gesagt vom 26. bis zum 30.7. sind wir Freiwilligen aus dem Penang-Chapter nach Perlis gefahren um dort das Fastenbrechen zu feiern.

Der Trip wurde für uns organisiert und ebenso die Gastfamilien mit denen wir das Fest aus erster Hand erleben sollten. Hari Raya Aidilfitri heißt ungefähr soviel wie Großer Tag des Fastenbrechens.  Wie ihr euch beim Namen “Fastenbrechen” sicherlich denken könnt ist es das Fest, das auf den islamischen Fastenmonat Ramadan folgt (in Deutschland z.B. Zuckerfest genannt). Ich muss gestehen, dass ich nicht gefastet habe. Eigentlich gibt es da auch gar nichts zu gestehen nur wird man hier oft gefragt, ob man denn auch fastet respektive gefastet hat. Aber da es nicht meine Religion ist und ich eh nicht der Typ fürs Fasten bin (sieht man ja) habe ich darauf verzichtet. Vor allem der Verzicht auf Wasser wäre mir außerordentlich schwer gefallen.

Aber mal weiter im Text. Unsere Gruppe ist dann also nach Perlis gefahren. Perlis ist ein ziemlich kleiner Staat im Norden Malaysias, direkt an der Grenze zu Thailand.

perlis-loc

Mit seinen 200.000 Einwohnern und einer Fläche so groß wie Hamburg ist der kleinste Bundesstaat Malaysias zudem auch nicht so super entwickelt. Aber die paar Tage halten wir schon aus. Beeindruckend an der ganzen Sache finde ich, dass zu Hari Raya fast alle Menschen zurück in ihr Dorf fahren. Im TV sah ich, dass in Kuala Lumpur doppel oder triple Streife gefahren werden musste, da es zu der Zeit ein El Dorado für Einbrecher darstellt.

Dazu gibt es dann noch dieses famose Lied:

Es läuft eigentlich immer. Balik Kampung bedeutet nach Hause fahren bzw. zurück ins Dorf fahren – für Hari Raya eben. Schlimmer noch als bei uns an Weihnachten sind die Straßen dementsprechend verstopft. Wir sind mit dem Bus hingefahren. Als wir ankamen wurden wir von einem netten aber nervigem Mann namens Salam abgeholt. Es passierte natürlich nichts ohne das nicht 200 Bilder gemacht wurden. Ja und so wie ich mir Perlis vorgestellt hatte war es auch. Es gab nichts. Außer ein paar Restaurants und eine Bowlingbahn in der “Hauptstadt”. Aber okay, wir waren ja auch fürs Hari Raya da. Am ersten Tag brachte uns Salam und die AFS Chapterpräsidentin dann zu einer Gastfamilie in der wir uns den Tag über aufhielten. Am Abend sollte dann jeder zu einer anderen Familie kommen oder zwei zu einer oder oder, das wusste wie immer niemand so genau.

Nachdem wir den Tag mit einer Kokosnussernte, TV gucken und rumhängen verbrachten gab es am Abend dann endlich was zu Essen. Es war ja noch Ramadan also mussten wir die nächsten drei Tage mitfasten bzw. taten dies aus Respekt. Das Essen war ganz gut. Ehrlich gesagt hatte ich es mir leckerer vorgestellt aber wenn man aus Penang kommt sind die Ansprüche wohl etwas zu hoch. Der Moment des ersten Abschieds sollte kommen. Nacheinander wurde unsere Gruppe aufgeteilt und Leute weggebracht oder abgeholt (mein Fehler: die zwei Mädchen aus unserer Gruppe wurden schon vorher zu Familien gebracht). Ich blieb dann aber mit meinem “Hari Raya Partner”, er und ich sollten gemeinsam in eine Familie, am selben Ort und verbrachten die Nacht dort.

Am nächsten Tag sollten wir dann endlich gegen Mittag abgeholt werden und zu unserer richtigen Gastfamilie kommen. Zeitlich verschob sich das Ganze dann etwas, wie es nun mal so ist in Malaysia. Als wir endlich abgeholt wurden hatten wir direkt ziemliches Glück. Unsere Gastschwester sprach Englisch. Das war überhaupt nicht selbstverständlich. Eigentlich kann man Englisch auch nur in Penang, Kuala Lumpur und den Touri-Gegenden erwarten.

Sie war sehr nett und brachte uns in das riesige Haus ihrer Familie. Eigentlich gehörte die gesamte Straße der Familie. Man fuhr die s,ich schlängelnde, Straße entlang und jedes Haus, links und rechts, gehörte einem Verwandten. Man fuhr bis man zum Ende der Straße angelangt war. Dort stand dann das “Haupthaus”. Es war wirklich riesig. Wir machten uns erst einmal daran, den Garten und das ganze Drumherum zu erkunden.

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Zeitgenössische Kunst

 

Nach Sonnenuntergang gab es auch hier wieder ein kleines Festmahl. Diesmal auch verdammt lecker und sehr viel, kein Wunder bei so vielen Verwandten. Wir kamen im Haus der verstorbenen Oma unter. Im Gästezimmer hatten wir unseren eigenen Fernseher, unser eigenes Bad und eine Aircon. Also alles was das Herz begehrt. Am Abend wurden wir gefragt, ob wir denn gerne die traditionelle malaysische Kleidung haben möchte, den sog. Baju Melayu. Wir bejahten und fuhren gegen 23 Uhr los. Unser Glück, dass die Familie Geld hatte und uns den Baju Melayu bezahlt hat. Wirklich eine sehr sehr nette Geste!

Der Baju Melay trägt sich sehr entspannt, wie ein Schlafanzug. Dazu trägt man einen Sarong über der Hose und einen Songkok, eine bestimmte Kopfbedeckung. Als wir dann wieder zu unserem Haus kamen machten wir noch gleich aus, dass wir gerne um 5 Uhr, bevor die Sonne aufgeht, was zu essen hätten.

Soweit so gut, 5 Uhr morgens. Wir dachten wir müssten vielleicht irgendwo hin gehen damit wir was bekommen aber falsch gedacht. Pünktlich um 5:30 knatterte der Motor eines Rollers vor unserer Tür und wir bekamen es frei Haus geliefert. Das nenne ich Service und vor allem Gastfreundschaft! Ziemlich unschön war dann allerdings die Nachricht, dass wir um 12 Uhr wieder abgeholt werden und woanders hingebracht werden sollten. Das hätte wohl die Chapterpräsidentin von Perlis gesagt. Ich muss sagen ich fand das ziemlich schade und sehr beschämend. In zwei Tagen zwei verschiedene Familien. Und diese schenkt uns auch noch die Klamotten für ein Fest, das wir dann nicht mit ihnen feiern können. Mir war die ganze Sache sehr unangenehm.

Es ließ sich nicht ändern. Wir wurden pünktlich um 14 Uhr abgeholt bzw. weggebracht. Unsere neue Gastfamilie sollte dieselbe wie die einer Freundin werden. Warum wir also nun zu dritt bei einer Gastfamilie waren konnte sich niemand beantworten. Aber auch diese Familie war sehr sehr gastfreundlich. Und vor allem hatten sie einen wunderschönen Garten.

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Und endlich kam dann der Moment des Fastenbrechens! Am Abend wurden wir alle an die Küste gebracht. An diesem Ort wurden mehrere Messgeräte aufgestellt um den genauen Zeitpunkt des Mondaufgangs messen zu können. Malaysia hat zusammen mit Brunei und Indonesien die Einigung, dass wenn irgendwo in diesen drei Ländern der Mond zu sehen ist das Fasten offiziell vorbei ist. Ziemlich clever. Dazu kam dann noch der Kronprinz, er schaute einmal durch und ging wieder. Irgendwann aßen dann alle. Ich habe nicht wirklich verstanden wer jetzt wo und wann den Mond gesehen hat aber das schien am Ende gar nicht so wichtig zu sein. Na jedenfalls gab es nun essen und der Ramadan war vorbei. Meine harte Zeit des 3 Tage fastens war nun endlich vorbei. Ich muss allerdings meinen ehrlichen Respekt aussprechen, ich würde es niemals einen ganzen Monat bei dieser Hitze ohne Wasser und Essen am Tage aushalten. In Europa muss das ganze ja noch viel schlimmer sein bezüglich der Sonnenauf- und untergänge. Gleichzeitig erschliesst sich mir der Sinn nicht. Aber das ist mein christlichen Fasten genauso. Jeder wie er meint.

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Ich, mega hübsch

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Da guckt er…

Ich und zwei weitere Freunde wurden gefragt, ob wir noch mit zum Königspalast wollten. Dort sei an diesem Abend einiges aufgebaut. Im Prinzip war es Belustigung für Kleinkinder. An sich ganz nett aber ungeeignet für mich. Trotzdem hab ich mich einmal auf das “Rodeosurfbrett” – der Bulle war wohl gerade grasen – gewagt. Tolle Sache…

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Hier speist der King

 

Tags drauf sind wir um die Mittagszeit noch einmal zum Palast. Diesmal war es eindeutig besser. Es gab Eiscreme und kalten Kakao sowie allerlei Essen umsonst. Das gefiel mir. Dann nahm ich mir ein Wassereis und fand heraus, dass es ein Maiseis ist. Mit lecker Maiskörnern. Öfter mal was neues. Wir wurden dann, weil wir ja so schön weiß sind, dem König und der Königin vorgestellt. Die Queen lud uns sogleich zum Essen ein. Das gefiel mir auch. Das Essen war nicht unbedingt besser aber immerhin gab es Softdrinks und Messer und Gabel! Wir freundeten uns mit dem Chefbodyguard an und schossen wieder 1000 Bilder bevor es dann wieder zurück zur Gastfamilie ging.

 

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Palasttorte mit LED Lichterkette.

Die Hari Raya Zeit ist eine Zeit die geprägt ist von Familienbesuchen und dem sog. Open House. Open House bedeutet, dass der/die Gastgeber sehr viel zu Essen vorbereiten und im Laufe des Tages oder Abends viele Menschen spontan zum Essen und quatschen vorbei kommen. Man spricht sich unter einander aber schon ab wer wann sein Open House veranstaltet. Wir waren zuerst bei einem Verwandten unserer Gastfamilie, so richtig auf dem Land. Auch er besaß einen riesigen Garten mit vielen leckeren Früchten und Tieren.

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Jackfruitart, frisch geerntet

 

Abends und den nächsten Tag ging es dann weiter mit den ganzen offenen Häusern. Ich habe selten soviel und soviel gutes gegessen! Unfassbar lecker! Teilweise etwas eintönig, viele boten nur Laksa – Fischsuppe – an, aber oft genug viel Auswahl.

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Spezieller Kuchen aus Borneo – der Hammer!

 

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Gäste und Knabberzeug am Abend

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Drachenfrucht, frisch aus dem Garten

 

Abschliessend kann ich sagen, dass diese Erfahrung viel besser als erwartet war! Natürlich, ein Jahr verbringen könnte ich hier niemals. Aber ein Wochenende mal die Festivitäten aus erster Hand mitzuerleben war schon sehr aufregend. Mit der Familie unserer Gastschwester hab  ich mich auch schon in Penang getroffen – und Durian gegessen haha. Ich fands richtig gut!

Next: 1 Woche Kambodscha & 1 Woche Vietnam & Besuch aus der Heimat!

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TEMPLERUN.

Früher als erwartet, was?!

Nun ja, es ist auch viel geschehen in der letzten Zeit. Meine verbleibenden Wochen, bevor die neuen Volontäre aus Deutschland ankamen, verbrachte ich mit der Erkundung Penangs. Die Geschichten über den botanischen Garten und den Nationalpark habt ihr ja (hoffentlich!) schon gelesen. Diesmal waren die Tempel dran! In meinem ersten Eintrag war es bereits der Kek Lok Si Tempel, der größte buddhistische Tempel Malaysias. Und wenn ich daran denke dann kommt es mir vor, als ob es gestern gewesen ist, dass ich in dieses Land kam. Wer davon Bilder sehen oder meinen Quark dazu hören möchte der kann das im ersten Beitrag machen – oder warten bis ich zurück in Deutschland bin und eventuell mal einen Fotoabend veranstalte, alsob.

Wieauchimmer; Um ehrlich zu sein habe ich mich nicht ganz auf Penang beschränkt. Überraschend wurde ich von meiner Chefin zu einem Kurztrip zu den Genting Highlands eingeladen. Zu den waaaaaaaaaaas??? – Richtig, kannte ich auch nicht. Stellte sich heraus, dass es ein riesen Resort mit dem einzigen legalem Casino Malaysias ist. Also entweder man gambled oder man langweilt sich. Ich tat letzteres und habe noch einen kleinen Abstecher zu einem sehr schönen Tempel gemacht. Aber nun der Reihe nach.

Beginnen wir in Penang. Und zwar sind mir schon bei diversen Fahrten durch die Stadt zwei ziemlich knallige Tempel aufgefallen (so auch beim Wesak Day) und zwar sind das namentlich der burmesische buddhistische Tempel und der thailändische buddhistische Tempel. Irgendwann musste ich die einfach mal anschauen gehen. Auf dem Weg dorthin entdeckte ich jedoch einen weiteren schönen Tempel, ein chinesisch buddhistischer Tempel. Umgangssprachlich wohl lifting Buddha Temple gennant – man kann wohl einen Wunsch haben, versuchen den dicken Buddha zu heben, Brudi, und wenn man es schafft dann wird der Wunsch in Erfüllung gehen. Offiziell firmiert der Tempel eher unter

HONG HOCK SEE TEMPLE

Über den Tempel ist komischerweise nur sehr wenig bekannt. Er ist wohl 1942 erbaut worden. Weltweit bekannt ist der Tempel durch das Problem der giftigen Ameisen. Da die buddhistischen Mönche keine Lebewesen töten dürfen ist das Problem größer als zunächst erwartet wird. Das war allerdings 2007. Als ich vor 3 Wochen dort war habe ich weder Ameisen gesehen noch wurde ich gebissen. Wie auch immer, man braucht ja auch eigentlich gar kein Hintergrundwissen um den Tempel zu genießen. Ich habe natürlich viele Bilder GESCHOSSEN, sodass ich euch einfach zwischendrin beschreibe wie der Tempel so aussieht. An dem Tempel bin ich schon oft vorbei gefahren, habe es jedoch nie geschafft mal einen Fuß hinein zu setzen.

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Das schöne an diesem Tempel ist, dass er so weitläufig ist. Wenn man eintritt hat man erst einmal einen relativ großen Parkplatz vor sich. Drumherum ein paar kleinere Tempel  und entsprechende Figuren. Erst wenn man hinter die Haupthalle geht entdeckt man kleinere aber schon pompöööse Pagoden samt Drachen oder goldenem Buddha.

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Normal..

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Pagode im hinteren Bereich des Tempels

Der Tempel hatte auf alle Fälle die eine oder andere nette Überraschung an Darstellungen parat. Nachdem ich diesen nun abgehakt hatte ging es weiter zu meinen eigentlichen Zielen.

Dhammikarama Burmese Buddhist Temple

Der burmesische und der thailändische Tempel stehen sich exakt gegenüber. Das Witzige daran ist, dass es so aussieht, als ob jeder den Gegenüber übertrumpfen möchte. Beide strahlen in glänzendem Gold und sehen sehr prachtvoll aus! Ich betrat zuerst den burmesischen Tempel.

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Außenansicht – Mauerverzierungen

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Das Eingangstor

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Eine Station des Siddartha Gautama (Buddha)

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Allein die Mauern um diesen Tempel sind mit verzierten Gold überzogen und verdammt eindrucksvoll, genauso wie das Eingangstor. Das gesamte Tempelgelände ist gesäumt von diversen Statuen. Die Haupthalle ist relativ nah am Eingang bzw. gibt es zwei. Verbunden durch einen überdachten Gang. In diesem Gang sieht man auf der rechten sowie der linken Seite Gemälde der Stationen im Leben und im Nachleben des Buddhas.

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Immer diese Rehe überall…

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Wie ihr sehen könnt ist dieser Tempel sehr sehr eindrucksvoll und wunderbar gestaltet (sieht man mal von dem üblichen Asiakitsch ab wie z.B. den Rehen). Mitten in der Stadt ein keines Idyll. Es gibt zudem genügend Bänke auf denen man einfach mal alles baumeln lassen kann. Ich war allein unterwegs und habe mir dort die erste Auszeit gegönnt.

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Das war also der erste der beiden güldenen Götterhäuser.

Wat Chayamangkalaram Thai Buddhist Temple

So nun der dritte im Bunde. Der thai buddhistische Tempel, der sog. Lying Buddha. Sein Merkmal ist vor allem der liegende Buddha (33 Meter) in der großen Halle. Der Tempel wurde 1845 gebaut, nachdem der Thai Community in Penang von der Queen Viktoria ein paar Quadrat Land geschenkt wurden.

Der Tempel weist sich vor allem durch seinen betonierten Boden  und wenig Rasen aus. Auch die Halle in der sich die liegende Buddha Statue befindet ist alles andere als imposant. Aber nun gut, der Tempel hat auch seine schönen Seiten.

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Achso, Bilder vom liegenden Buddha gibt es nicht. Ich war natürlich zu spät daher hatte die Halle schon geschlossen, clever oder? Im Hintergrund des letzten Bildes sieht man die Halle.

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Das wars dann auch schon mit den schönen Tempeln in Penang. Alle drei waren auf jeden Fall den Besuch wert und kann es jedem nur empfehlen, mal vorbei zu schauen wenn man in Penang ist.  Der vierte Tempel lag etwas weiter weg von Penang und zwar in den Genting Highlands.

CHIN SWEE CAVES TEMPLE / GENTING HIGHLANDS

Wie bereits oben erwähnt hatte mich meine Chefin spontan zu einem Besuch der Highlands eingeladen. Die Genting Highlands sind leider alles andere als spannend. Eigentlich bestehen die Genting Highlands, oder einfach nur Genting aus einem 6 Hotels umfassenden Resort. Die Hotels gehören alle zu der Genting Gruppe. Man findet mittlerweile überall auf der Welt Resorts dieser Gruppe.  Alle Hotels sind untereinander verbunden und wenn man nicht will dann muss man gar nicht erst nach draußen um von dem einen in das andere Hotel zu kommen. Wir waren im drittgrößten Hotel der Welt (Stand 2012; 2006 war es noch das größte weltweit). Allein die Lobby sah aus wie der Terminal eines mittelgroßen Flughafens, wirklich ziemlich übertrieben. Ähnlich wie die Preise dort: 1 Roti in Penang= 1RM; 1 Roti in Genting = 8RM. Also warum ist dieser Ort bei Locals und Singapurianern (heißt wirklich so!) so beliebt? Am milden Klima kann es nicht liegen, dafür gibt es schönere Orte. Ganz einfach, in den Genting Highlands steht das einzig legale Kasino Malaysias. Alle fahren hier nur zum zocken hin. Meinereiner hat aber weder das Know-How noch das Geld um zu gamblen. Ich schaute mich nach Ausweichmöglichkeiten um. Eine tolle Erfahrung wäre das Eiszimmer gewesen. Man zahlt ein bisschen Geld und steht dann in einem Raum, der auf -5 oder 10 Grad Celsius herunter gekühlt wurde damit man “den europäischen Winter” erleben kann. Tolle Sache, hab ich dann aber doch nicht gemacht. Ich hatte keine Jacke dabei.

Eine andere schöne Sache wäre die Gondelfahrt über die bewaldeten Hochlande gewesen. Leider hatte diese geschlossen. Die Optionen schwunden dahin und da ich auch keine drei Tage nur bei Starbucks herum gammeln wollte, beschloss ich mit einem Kollegen, dem das auch Glücksspiel zuwider war, einen Tempel etwas abseits zu besichtigen. Den Chin Swee Caves Tempel.

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Der Tempel ist in zwei Bereiche geteilt. Einmal gibt es den neueren Bereich mit Pagode und Platform usw. (siehe Bilder oben und unten) und dann gibt es noch den Bergtempel, den älteren Bereich der nur aus einer größeren Halle und einem Teich mit Schildkröten besteht. Erbaut wurde er 1975 vom Besitzer bzw. Schaffer der Genting Highlands, Tan Sri Dato’ Seri Lim Goh Tong, und kostete um die 12 Millionen Ringgit (also etwa 3 Millionen Euro).

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Die Tempelanlage ist wirklich schön und das dazugehörige Panorama tut sein übriges. Man lernt dort viel über den chinesischen Glauben und was es mit den ganzen Figuren auf sich hat. Auch die Pagode ist frei zugänglich.

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Bei Fragen einfach kommentieren oder mich anderweitig erreichen.

Was folgt: Urlaubseintrag und unser Hari Raya Wochenende!

Danke fürs lesen und warten (die Bilder brauchen immer so richtig schön lange zum laden…)

HALBZEIT. KUALA LUMPUR. PENANG.

Krass. Halbzeit bzw. schon drüber,

Ein komisches Gefühl wenn man sich bewusst wird, dass man schon seit fast 7 Monaten in diesem schönen Land weilt. Und dass die kommenden 5 noch viel schneller vorbei gehen werden. An den letzten beiden Wochenenden hielt ich mich unter anderem deswegen in Kuala Lumpur auf (ist die Hauptstadt Malaysias). Das erste Wochenende jedoch nur ,um mal zu erleben wie es so ist, wenn man in Asien “clubben” gehen will.

Ausgegangen ist das Wochenende von John, auch schon Begleiter beim FMFA & den Kameronischen Hochlanden, der mich einlud noch einmal loszuziehen.

Intelligenterweise nahm ich den Nachtbus am Donnerstag. Dies hatte zur Folge, dass ich morgens um 5:30 in Kuala Lumpur ankam. Natürlich konnte ich nicht schlafen im Bus, wer hätte das gedacht. Dementsprechend war ich gut gerädert aber gerade noch so fit, dass ich in einem Mamak Store (24h Fresstempel) noch die letzten 30 Minuten des WM-Eröffnungsspiels erleben konnte. Hätte ich mir auch sparen können bei dem Gekicke.

Wie auch immer. Nachdem der Teil abgeschlossen war wusste ich erstmal nicht weiter. Es hat mich ehrlich überrascht, dass Kuala Lumpur als Metropole es sich leisten kann bis 9 Uhr zu schlafen. Ernsthaft, bis auf die Fresstempel hatte rein gar nichts auf. Also entschied ich mich spontan die Batu Caves zu besuchen.

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Petaling Street KL – komplett leer.

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Die Masjid Jamek bei Nacht – rechts daneben die vielen Zeitungspacker.

Die Batu Caves liegen etwas außerhalb der Stadt, sind aber dank des relativ gut vernetzten Nahverkehrs leicht und günstig zu erreichen. Es handelt sich dabei um mehrere Höhlen (batu -malay- = Stein, caves = Höhle) aus Kalkstein die verschiedene Hindutempel im Inneren sowie auf den Vorplätzen beherbergen. Blickfang ist auf alle Fälle die 42,7 Meter hohe Statue der Gottheit Murugan. Aber auch die Tempel auf dem Vorplatz sind sehr schön anzuschauen.  Und weil ich so früh dort ankam war ich auch der einzige Tourist der zwischen ein paar religiösen Hindus die vielen Treppen hochgetapert bin.

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Hindu Tempel vor den eigentlichen Höhlen.

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Aussenansicht.

 

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Hindu Statue, weiss nicht welche. Edit: Lord Hanuman – Der Affengott (Danke Tasya!)

 

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Schöne Sache das.

272 Stufen muss man erklimmen um in die Haupthöhle, vorbei an der Statue, zu gelangen. Die Nebenhöhlen (haha) waren wegen des frühen Zeitpunktes leider noch gesperrt.

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Sehr imposant, nach 3 Jahren bauen im Jahr 2006 fertiggestellt.

 

 

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Katzensprung.

 

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Die Hälfte ist geschafft!

 

 

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Alles halb so wild.

 

Bevor ich jedoch hochgehen konnte, sah ich ein Schild das besagte, dass man doch bitte nicht in unangemessener Kleidung in die Höhlen gehen sollte. Dazu gehörte auch eine kurze Hose (laut Bild). Demnach suchte ich mir erst ein kleines, unbeobachtetes Plätzchen um meine Hose zu wechseln – die Toiletten nebenan übersah ich großzügig. Amüsant auch der Hinweis, man solle doch bitte nicht joggen. Tatsächlich nutzen einige Leute die Treppen um durch das hoch und runter Laufen fit zu werden. Fand ich witzig. Weniger witzig fand ich, dass es offensichtlich völlig Banane war, ob ich nun lange oder kurze Hosen trage.

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Das Innere – kam mir gar nicht so heilig vor.

 

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Der Himmel.

 

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Diverse Schreine 1/2. Ich für meinen Teil finde die hinduistische Kunst an Tempeln jedes Mal beeindruckend.

 

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Diverse Schreine 2/2.

 

Angekommen in den Höhlen war ich etwas enttäuscht. Zum Einen war die Haupthöhle um einiges kleiner als erwartet und zum Anderen verliert es viel von einem besonderen, religiösen Eindruck wenn überall überquollene Mülleimer stehen. Naja, ein Besuch war es auf alle Fälle wert – aber nur wenn man gerade in Kuala Lumpur ist. Wieder unten angekommen suchte ich mir aufs Neue ein schattiges Plätzchen um mich wieder umzuziehen. Fand ich mehr oder weniger, entdeckte ich dabei doch den Schlafplatz von ziemlich vielen Indern die sich auch alle gerade anziehen wollten. Relativ zügig setzte ich mich dann in die Bahn zurück in das Zentrum. Ein bisschen Sightseeing machen bevor die Kollegen endlich Feierabend hatte.

Ich schaute mir diverse Gebäude an, alles nicht sooo der Rede wert. Was ich jedoch überaus gelungen fand ist der botanische Garten der Stadt. Vor allem mir kam er unendlich gut gelegen. Ausgelaugt und genervt durch wenig Schlaf und die Temperatur bot er eine Oase der Ruhe inmitten des städtischen Lebens, der Abgase und Motoren.

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Diese Stonehenge Nachbildung stand zuvor im öffentlichen Teil des Planetariums. Achja, den Rucksack habe ich natürlich den ganzen Tag mitgeschleppt.

 

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Sieht schon toll aus, habe dort auch kurz Rast gemacht.

 

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Neben Stonehenge bot das Planetarium auch ähnliche Gebilde aus anderen Epochen und anderen Kulturen. Ziemlich interessant!

Aufgrund dessen, dass ich eben seit ca. 6 Stunden durch die Stadt gewandert bin samt Rucksack habe ich mich im Garten erst einmal für zwei Stunden schlafen gelegt. Man findet sonst keine öffentlichen Plätze an denen man relativ ungestört sitzen kann, das gilt leider für ganz Malaysia.

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Mal ehrlich, wer würde da nicht entspannen. Nachdem ich mich ausgeruht hatte, hab ich mich mit einer AFS-Bekanntschaft am Central Market (Pasar Seni) getroffen und ein bisschen mehr entspannt, was gegessen und diese kleinen Fischis an meinen Füßen knabbern lassen.

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War auf jeden Fall ein witziges, gleichzeitig sehr komisches Gefühl. Das war dann so ungefähr mein Freitag. Den Abend haben wir dann getrunken, gefeiert und Geld ausgegeben. Den ganzen Samstag geschlafen, was gegessen und den Freitagabend wiederholt. Fazit: Feiern ist hier in Malaysia wirklich gewöhnungsbedürftig. Der Eintritt liegt meist etwas hoch und man muss gleichzeitig eine Flasche Schnaps ordern. Der musikalische Horizont beschränkt sich ausnahmslos auf EDM oder es sind so furchtbare DJs am Werk, dass diese sogar gute Musik versauen können. ABER: eine Erfahrung mehr. Und dank der Leute hat es natürlich sehr viel Spaß gemacht!

Die Woche drauf habe ich ganz normal und fleißig wie immer in Penang gearbeitet. Immer noch voller Hoffnung, dass mein Midstaycamp nicht in Kuala Lumpur stattfinden wird war ich dann etwas geknickt ob der Nachricht, dass ich wieder einmal in die Hauptstadt darf. Diesmal nahm ich aber nicht den Nachtbus. Ich wollte ausgeschlafen sein und außerdem konnte ich das Hostel für die Nacht aufschreiben, sodass ich mein Geld später wiederbekam. Das Camp ist dazu gedacht, dass sich alle Volontäre in Malaysia nach 6 Monaten treffen und ihre Gedanken, Gefühle, Probleme dies das austauschen. Ich kann einfach überhaupt nicht klagen und nichts schlechtes sagen, habe weder Probleme noch schlechte Erfahrungen im Heim gemacht. Ich bin immer noch 100 Prozent zufrieden und glücklich hier. Beziehungsweise umso glücklicher war ich als ich manch andere Geschichte gehört habe.

Als Aktivität (macht man anscheinend so) sind wir raus in den Dschungel und dort Quad gefahren. Hat echt Spaß gemacht! Fand ich auch eine gute Idee und hat uns etwas lockerer gemacht – mal weg von der ganzen Theorie. Abends haben wir jeweils die WM-Spiele geschaut. Und das wars mit dem Wochenende dann auch schon. Ist auch nicht mehr so spannend wenn man 4 Tage zuvor schon Mal dort war.

Die PenangBoys hatten bereits ihre Rückreise angetreten und mich ganz allein in der Stadt zurück gelassen. Weshalb ich diese Tatsache als Anlass nahm, um vieles von dem zu unternehmen wozu ich in den ersten 6 Monaten noch nicht gekommen bin. Dazu gehörte u.a. der Besuch des Taman Negara Pula Penang (Taman Negara = Nationalpark), den kleinsten Nationalpark der Welt, und des botanischen Gartens von Penang. Ja, ich habe meine Wanderlust und meine liebe für stille Plätze in der Natur wieder entdeckt.

Begrüßt wurde ich am Eingang von ein paar Affen. Nette Tiere dachte ich da noch.

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Ich empfang den Park als überwältigend schön. Der Weg entlang des Wassers in Richtung Monkey Beach liefert wunderschöne Ausblicke.

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Völlig verschwitzt angekommen genoss ich den feinen Ausblick und ging schwimmen.

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Da ein Boot zurück für mich allein zu teuer ist ging ich den Weg Barfuß wieder zurück. Und da passierte es. Auf einem Ast, der den Weg kreuzte, saß der Affenboss. Deutlich erkennbar an seiner Größe. Er ließ mich mitnichten passieren, fauchte  und schrie mich an. Ich bekam wirklich Angst. Ich ging also ein paar Meter zurück und wartete ab, ob der Affenkönig sich denn zurück ziehen würde. Das Tat er allerdings nicht. Ich wagte noch einen Versuch. Der Boss schrie ziemlich laut und wurde sichtbar wütend, plötzlich war ich von 8 (oder 300) weiteren Affen umringt. Wieder ging ich zurück. In Anbetracht der Tatsache, dass ich mich gleich einem Kampf mit Affen stellen müsse suchte ich mir einen Stock und nahm meinen Rucksack als Schild. Meine Knie schlotterten doch zurückgehen war keine Option mehr. Ich hielt den Stock in des Affen Richtung. Haarscharf bin ich einer Auseinandersetzung aus dem Weg gegangen. Die Affen liessen mich glücklicherweise in Ruhe von dannen ziehen. Ich hatte natürlich immer noch eine Heidenangst und hab mich relativ schleunig von diesem Platz entfernt. Puh. Obwohl ein Boxkampf mit Affen auch eine schöne Geschichte geworden wäre -> falls ich überlebt hätte.

Mein Trip letzten Samstag ging zum botanischen Garten von Penang. Sehr sehr schön aber leider um einiges (!) kleiner als der Garten in KL.

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Der Strauch auf dem Weg war mir ein Foto wert.

 

Achso, ich bin natürlich völlig fertig dort angekommen weil ich kleiner Frechdachs natürlich einfach mal in den Dschungel reingelaufen bin. Dort bin ich dann nach ca. 50 Minuten umgedreht weil ich von wandernden Chinesen erfuhr, dass dieser Weg zum Penang Hill führt. Da wollte ich ja nun nicht hin. Wie dem auch sei, auch im botanischen Garten gab es Affen. Diese waren aber um einiges friedlicher und haben nur meinen belgischen Kompagnon gejagt und nicht mich.

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Außerdem hab ich ihn angefaucht, damit er mal weiss, wie das ist! Scheiss angefauche immer.

 

 

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Toll, was? Das war es auch schon fast wieder. Dies Wochenende wurde ich von meiner Chefin zu den Genting Highlands eingeladen, dort gibt es eigentlich nur ein Casino und ein Resort aber was macht man nicht alles für die Arbeit. Und ich habe gehört es soll furchtbar kalt werden ( ca. 25Grad…brrrr). Im August geht es dann nach Kambodscha und Vietnam und frühestens danach könnt ihr den nächsten Beitrag erwarten, haha.

Ein Wermutstropfen habe ich jedoch noch zu verkünden. Ich denke mal ihr wisst was gerade wieder im nahen Osten los ist. Ich hoffe es zumindest, ansonsten schnappt euch mal ne Zeitung oder ein ähnliches Informationsmedium und lest! Ich habe beschlossen meine Kontakte zu den Malays, die ich hier bisher kennen gelernt habe, komplett abzubrechen. Das hat seine Gründe. Der Gaza-Konflikt ist nicht schwarz-weiß, es wird sehr sehr viel Propaganda veröffentlicht und vieles lässt sich nicht einfach so erklären. Ich für meinen Teil halte die Aussagen Israels für um einiges glaubwürdiger als die der Hamas. Das ist natürlich eure Sache wie ihr das handhabt, mich interessiert eure Meinung dazu auch überhaupt nicht. Jedoch kann ich unter keinen Umständen damit leben, dass besagte Bekannte meinen Bilder von Adolf Hitler zu posten, weil “er es den Juden ja schonmal so richtig gezeigt hat” oder sonstige Scheisse. Ich kann Leute, die diesen Konflikt als Ventil für ihren ekelhaften Judenhass benutzen überhaupt nicht ausstehen. Wenn dann auch noch jemand von AFS, also ein Mitglied dieses Vereins zum interkulturellen Austausch, meint, Obama als “fuckin Nigger” bezeichnen zu müssen weil er ja nicht eingreift bin ich wirklich maßlos enttäuscht. Ich hänge in Deutschland nicht mit Antisemiten und Rassisten ab und das tue ich hier genauso wenig. Das Malaysia als islamisches Land dem Judentum und Israel nicht gerade wohlgesonnen sind kann und konnte ich mir natürlich vorher denken. Jedoch war das nie ein Thema hier, warum auch. Das jetzt diese Äusserungen kommen finde ich traurig, Diskussionen sind hinfällig. Ich finde es nur schade.

Ein paar Erklärungen hier:

http://fullcomment.nationalpost.com/2012/10/06/robert-fulford-anti-semitism-without-jews-in-malaysia/

http://fighthatred.com/recent-events/national-political-hate/1145-malaysia-is-in-the-forefront-of-countries-expressing-national-hatred-against-jews-and-israel

http://www.frontpagemag.com/2014/dgreenfield/anti-semitism-survey-shows-muslims-more-anti-semitic-than-buddhists/

http://www.aijac.org.au/news/article/malaysia-s-obsession-with-jews-love-affair-with-

(etwas älter aber dienen als Erklärung ganz gut)

Ansonsten geht es mir super 🙂 Ich freue mich auf die kommenden Monate und Urlaube und habe bislang nicht den Hauch von Heimweh gehabt.

#ZURÜCKWERFDONNERSTAG: PERHENTIAN ISLANDS.

Herzlich Willkommen!

Heutiger #ZURÜCKWERFDONNERSTAG beinhaltet meinen respektive unseren Trip zu den wunderschönen Perhentian Islands.

In meinem Falle war es die kleine Insel die unseren Besuch ertragen musste. Aber beginnen wir etwas früher. Der, von den Massen geliebte, Earl erwies mir die Ehre durch einen Besuch seinerseits. Auf seiner Rundreise durch die halbe Welt war ein Zwischenstopp unvermeidlich. Speis & Trank gab es reichlich.

Die Tage mit ihm in Penang waren easy. Wir besuchten den Penang Hill und hingen ne Weile ab. Der Earl seinerseits begann den Weg zu den Inseln jedoch schon zwei Tage früher. So oft es ging standen wir noch in Kontakt. Nachdem ich ihm gesagt habe, wo es sehr sehr schön sein soll machte er sich dorthin auf den Weg. Man darf natürlich die Tatsache nicht außer Acht lassen, dass wir so dermaßen planungssicher sind und dementsprechend gar nichts reserviert hatten. Randnotiz: Es war das Wochenende des 1. Mais – National Holiday.

Nach den ersten Hiobsbotschaften des Earls (Dormbett 60RM, Mira Beach – kein Bungalow mehr frei) erwies er sich in diplomatischer Hinsicht doch als sehr wertvoll. Als Vorhut des Wolfsrudels machten Julian und ich uns als erste auf den Weg. Nach 9 Stunden Busfahrt waren wir endlich am Hafen angekommen. Hier ein paar Scheine, dort ein paar Scheine und dann waren wir auch schon auf der Insel. Und was soll ich sagen, einfach traumhaft. Ich denke, dass wenn man nach “Traumstrand” googlet, findet man Bilder von genau diesem Fleck der Erde. Wir staunten nicht schlecht ob des kristallklaren Wassers und der schneeweißen Strände. Doch bevor wir es so richtig genießen konnten mussten wir erst eine halbe Stunde zum Mira Beach spazieren.

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Long Beach

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Kaltes Klares Wasser, naja eher warmes

Dort angekommen machte sich unsere Planungssicherheit bereits bezahlt. Es war natürlich kein Bungalow mehr frei. Dank des Earls Vorarbeit und unseren gemeinsamen diplomatischen Kräften konnten wir aushandeln, dass wir im Staffroom pennen durften. Zusammen mit dem Koch oder was auch immer er getan hat. Der Rest der Bande musste sich mit dem Sandbett begnügen (ich durfte übrigens mit dem Earl in einem Bett schlafen). Nichtsdestotrotz hat sich der gesamte Urlaub und der Stress mit der Unterkunft mehr als gelohnt.

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Sonnenuntergang

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Blick auf die Bungalows, wunderschön

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Sunset Pt.II

 

Den ersten Tag sind wir noch mal wieder zurück zum Long Beach gelaufen, da dort das Essen günstiger war. Die Wanderlust verging mir jedoch zügig. Ich war der Meinung, dass dieser Ort zu schön ist um auf das Geld zu achten und man sowieso mehr in die Entspannung investieren sollte.

So vergingen die Tage mit baden, schnorcheln (Haie, Schildkröte, Nemo uvm. gesehen!) und in der Sonne gammeln sowie Abends an den Strand setzen, ein zwei Likörchen oder Biere und dazu entspannte Musik hören.

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So schlecht war das Essen auch nicht 😉

 

So vergingen die Tage dann auch ziemlich zügig und ich komme auch immer noch nicht aus dem schwärmen heraus. Wirklich wunderschöner Ort, der Boss von dem lütten Strand war auch supercool, obwohl er uns ein, zwei Mal übern Tisch gehauen hat, und die ganze Atmosphäre dort macht einfach Spaß. Auch wenn es etwas teurer als der Rest Malaysias ist kann ich euch diese Insel nur empfehlen.

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Der schicke Strand

 

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Der Earl und ich des Nachts

 

So, damit ist die zweite Reise nun endlich auch nachgeholt. Nächstes Mal: Party in Kuala Lumpur, Halbzeitcamp und meine allgemeine Situation hier in Penang!

So lang.

post scriptum: heute keins

#ZURÜCKWERFDONNERSTAG – HEUTE: SINGAPUR & LONESOME LUPUS.

Krass, ein #zurückwerfdonnerstag schon am Dienstag. Das gibts aber auch nur hier, hau mich einer midder Schaufel.

Ehrlich gesagt sollte dieser Eintrag schon letzten Donnerstag kommen. Kurzfristig ist mir aber was super wichtiges dazwischen gekommen. Indes grämet euch nicht denn hier ist er ja:

1. SINGAPUR

Zurückwerfdonnerstage beschäftigen sich ja immer mit Geschehnissen, Ereignissen oder einer Verbildlichung dessen. Wie bereits angekündigt muss ich ja noch was nachholen und dazu gehört als Nummer 1 mein Trip nach Singapur. Der Trip begann eigentlich sehr lässig. Wir hatten uns nur ein Wochenende dafür zurechtgelegt denn, ganz ehrlich, so erlebenswert ist diese Stadt nicht. Wir hatten die Wahl zwischen 10 (oder länger?) Stunden Busfahren und 25 Minuten fliegen. Natürlich nahmen wir den Flieger.
Man hatte schon so Allerlei über die singapurianischen Strafen gehört weshalb ich meine Zigaretten auch in Penang ließ. Man hörte Gerüchte über “jede Zigarette einzeln verzollen” bis “da darf man nirgendwo rauchen!” zu “sheeeeeeeeeiiiiiit”.

Nach 20 minütigem Flug mit unserem höchst asiatischen Flugkapitän Señor Carlos Hernandez sind wir auch schon wieder gelandet. Das fand ich persönlich ziemlich beeindruckend. Es kam einem vor als sei man nur kurz in der Luft damit man gleich wieder landen kann. Amüsant.

Zur Unterkunft dann ein paar Worte. Ich muss tatsächlich etwas länger ausholen. Hier in Penang gibts n Laden/Club und da waren wir mal drinnen und da haben wir mal den Chef kennengelernt und da haben wir mit dem Chef getrunken und dann hab ich den mal wieder getroffen und dann haben wir wieder getrunken und dann hat er uns nach Singapur eingeladen um dann dort in seinem Haus zu bleiben. Na, das war doch gar nicht so lang.

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Also angekommen. Da unser Kontaktmann sich auf wiederholtes Anschreiben nicht meldete hatten wir zuvor und für den Notfall bereits ein Hostel gebucht. Zu unserer Überraschung hatte er sich dann doch noch gemeldet, besser spät als nie, und uns in sein Holiday House eingeladen. Kurz die Adresse gesucht und ab ins Taxi. 50 S$ (Singapur-Dollar) leichter und 35 Kilometer weiter waren wir dann angekommen. Schicke Gegend, schicke Bude. Damit ihr eine Vorstellung davon habt, wie viel Geld er hat -> das Haus steht in einer Gegend wo der Taxifahrer meinte “Your friend must be very rich!”, es war aber nur sein Holiday House, es war 3-stöckig und er hat es nur “damit meine Kinder mal Party machen können”. So weit so gut. In seinem weißen AMG fuhr er uns noch kurz zu MCD und gab uns für den folgenden Tag noch so 200 Dollar.

Ich hatte gehofft, dass wir ganz viele Piraten sehen. So wie in Fluch der Karibik. Doch sollte bitter enttäuscht werden!!! Stattdessen begab ich mich mit meinen zwei penangesischen Mitstreitern Julian & Manuel auf Erkundungstour. Und da muss ich sagen, dass Singapur verdammt schön sein kann. Wir besuchten China Town, Little India, Marina Bay by the Gardens und fuhren mit dem LRT (quasi die dortige Metro/Ubahn/SBahn/watever)

 

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Little India – Allerlei Gedöns

 

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Schinataun – leider sehr touristisch…

 

Chinatown war schon richtig gut. Leider leider viele viele Touristen. Da ich jedoch auch einer war dürfte ich mich gar nicht so aufregen aber es nervt doch schon immer ein wenig. Dafür interessante Geschäfte, natürlich viel Ramsch aber auch viel traditionelles dabei.

 

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Was mich besonders gefreut hatte war ein wunderbarer TinTin Laden mit allem, was das Herz begehrt. Also eigentlich nur Comics und Figuren von Tim & Struppi aber mehr begehre ich auch gar nicht.

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Tim hat die Schnauze voll und macht n polnischen.

Direkt angrenzend an den Chinatown Distrikt liegt der Sri Mariamman Tempel. Wirklich ein ziemlich schöner Tempel. Der wurde auch sogleich besichtigt. Solltet ihr auch machen falls ihr mal Gelegenheit dazu bekommt.

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Tolle Ansicht, ich alter Meisterfotograph

 

Dann schlugen wir uns weiter zu Marina Bay Sands bzw. Marina Bay by the Gardens durch. Marina Bay Sands ist eigentlich nur ein Resort. Aber was für eins. 3 riesige Häuser ragen in die Luft und darauf eine Art Schiff. Innen drin teilweise Hotel aber auch eine riesen Mall, 2 Theater und was weiß ich noch alles. Ziemlich beeindruckend! Leider hatten wir keine Gelegenheit auf dieses “Schiff” zu gelangen – dort oben soll sich eine schnieke Bar verstecken.

 

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Das Marina Bay Sands

 

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…gardens

 

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garrrrrrdens.

 

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Eingangsbrücke

 

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Weitblick.

 

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Parkanlage

 

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Das Marina Bay Sands von Marina Bay Gardens aus gesehen.

 

Die Gartenanlage ist 101 Hektar groß und steht auf aufgeschüttetem Sand. Insgesamt soll das ganze Projekt um die 1 Milliarde $ gekostet haben. Hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ein must see. 

 

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Durchblick.

 

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Ewok Style

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Strickleiter und hoch!

 

Wirklich wunderschön! Und da wir ja mehr oder minder gesponsort wurden gabs mal hier mal dort n Cappuccino oder zum Mittag auch mal frittierte Froschschenkel. Abends sind wir dann zu den Quais, da ist so die Ausgehmeile. Nette Läden, gute Clubs aber alles verdammt teuer. Singapur ist mit Abstand das teuerste Land in Asien. Von daher hatten wir doppelt Glück, dass wir nicht viel auszugeben brauchten. Denn auch Abends wurden wir von besagtem Freund auf ein paar Bier eingeladen. Aber natürlich nicht, nachdem wir ein fürstliches, chinesisches Dinner zu uns genommen hatten. Darunter Haifischsuppe, ein Schwein und viel Tiger-Bräu. Ja so lässt es sich wohl leben.

Tag 2 begann dann eher schwummrig. Wir sind noch einmal nach Chinatown und haben uns dann den riesigen Buddha Tooth Relic Temple. Wahnsinn. So ein schönes Gebäude mit noch schöneren Verzierungen und Statuen im Inneren.

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Abschliessend gabs dann noch ein sehr leckeres Essen beim Inder. Naja und hätten wir unseren Rückflug nicht verpasst, wären wir ziemlich günstig weggekommen :). So wars alles in allem aber auch zieeeeeemlich okay! Fazit: Singapur ist auf jeden Fall einen Besuch wert, jedoch nicht länger als max. 5 Tage – wenn man wirklich alles mitnehmen will. Wir haben z.B. die Night-Safari im Zoo sowie den Besuch der Inseln nicht mitgemacht. Aber wie gesagt, nehmt ja viel Geld mit.

 

post scriptum: Hab mich das ganze Wochenende durchgeschnorrt.

 

LONESOME LUPUS

Jetzt zum weniger erfreulichen Teil. Seit meiner Ankunft im Januar wurde ich direkt vom Wolfsrudel herzlichst in Empfang genommen und unsere Wege sollten sich auch bis zur heutigen Zeit nicht trennen. Viel haben wir gelacht, gegessen und getrunken und Scheisse gebaut  sowas alles. Dank euch musste ich weder lange nach etwas suchen oder mir gar Freunde suchen. Es hat einfach direkt super gepasst. Euer Jahr ist nun rum, meins beginnt erst so wirklich und ich bin, euretwegen, sehr gut darauf vorbereitet und werde alles geben, um die Traditionen aufrecht zu erhalten!

Vielen Dank für alles an: JAN, NADIM, TOBI, FABI, MANU und natürlich an JULIAN, der es solange als Zimmergenosse mit mir ausgehalten hat. Ich werde euch vermissen und hoffe, dass es mit dem Treffen in Deutschland klappen wird.

Nun bleibe ich als alleiniger Wolf, das Rudel macht die Fliege. Nun denn, auf ins letzte – 6-monatige Gefecht! So long and thanks for all the Roti.

post scriptum: ich habe LUPUS natürlich nur aufgrund der Alliteration gewählt – heisst halt Wolf, für alle Nicht-Lateiner. 😉

DIE KAMERONISCHEN HOCHLANDE.

Willkommen Willkommen, bislang habe ich Wort gehalten und der Blog bleibt aktuell!

Dieses Mal: Die Kameronischen Hochlande oder auch “Die Odysee des Hendrik”. Ich hatte mir mit meinem guten Freund John aus Kuala Lumpur beizeiten überlegt, mal einen Kurztip in die Cameron Highlands zu unternehmen. Nach einer schnellen Terminsuche war das Datum auch geklärt. Am vergangenen Wochenende habe ich mich dann ein paar Stunden nach dem furiosen 2:1 Sieg des magischen Penang FA, also Samstag morgen gegen 6, auf den Weg gemacht. Der Bus brauchte um die 6 Stunden aber mit Schlaf und Buch ging das relativ schnell vorbei – im Gegensatz zur Rückfahrt wie ihr später noch erfahren werdet.

Hier mal ein kleiner historischer Exkurs. Die Cameron Highlands waren zur Kolonialzeit sehr beliebt bei den Briten. Das lag vor allem an dem vergleichsweise milden Klima. Entdeckt wurde der Ort 1885 von William Cameron (nein, nicht James…). Es geschah bis 1925 erstmal nichts mit dem Gebiet bis sich im selbigen Jahr Sir George Maxwell überlegt hat, dass es sich in diesem Ort ziemlich gut anbauen lässt. Sir Maxwell entwickelte aus den Highlands eine Bergstation. Mit dem Bau der ersten Straße wurde das Gebiet nach und nach erschlossen. 1929 wurde die erste Tee-Plantage ins Leben gerufen. Man könnte sagen das John A. Russel mit seiner ersten Plantage das heute Gesicht dieses Gebietes formte. Denn heutzutage sind die Highlands, neben der Landschaft und des Klimas, für Tee und Erdbeeren bekannt. Das kann man im übrigen auch gar nicht übersehen. So besteht noch heute ein Großteil des Landstriches aus Teeplantagen. Nun aber weiter…

 

Tee allewo

Tee allewo

 

 

Zu meiner Überraschung sind die Cameron Highlands verdammt touristisch. Das hat mir natürlich so gar nicht gefallen. Vor allem viele viele Deutsche. Da muss man dann immer aufpassen, was man so von sich gibt. Von uns Dreien (Charlotte aus Kuala Lumpur hat sich uns angeschlossen) kam ich als erstes an und habe mich dann direkt auf die Suche nach einem Hostel gemacht. Die Locals waren super nett und das Hostel, welches wir schlussendlich besetzten, war auch allererste Sahne. Aufgrund der Gastfreundlichkeit und des allgemeinen Ambientes waren wir guter Dinge. Indes war es schon relativ spät und wir erkundigten uns nach möglichen Aktivitäten bevor die Sonne unterging.

 

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Fangorn

 

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Hilfreicher Wegweiser, dahinter: Ents.

 

Uns wurde ein Gang zu einem Wasserfall empfohlen. Diesen Gang traten wir dann auch an. Allerdings haben wir uns etwas verlaufen (natürlich) und sind ungefähr 3 Stunden (+/- 30 Minuten) durch den tiefsten Dschungel getapert. Und natürlich ist verlaufen und drohender Sonnenuntergang nicht genug – es fing auch an zu regnen. Schon mit dem Gedanken spielend entweder im dunkeln Wandern zu müssen oder die Nacht ganz einfach im Wald zu verbringen, erreichten wir dann kurz vor der Sonnenuntergang einen Ausgang und ließen uns wieder bis zum Dreh- und Angelpunkt, das Örtchen Tana Ratah, mitnehmen. Also alles super gelaufen. Erschöpft und müde genossen wir dann noch FC Barcelona – Atletico und das DFB Pokalfinale.

Tag 2: natürlich haben wir es nicht geschafft, früh aufzustehen. Wir konnten uns eine Tour mit Guide schon mal sparen, da zu allem Überfluss mein Bus, der letzte, nach Penang um 2.30 abfuhren sollte. Frohen Mutes haben wir uns dann einfach ein Teksi geschnappt (kundige Linguisten ahnen bestimmt schon, dass damit ein Taxi gemeint ist) und haben uns zur berühmten Aussichtsplattform bringen lassen.

 

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Aussichtsplattform

 

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Aussicht von der Aussichtsplattform

 

Danach begann eine wahre Odysee. Kein Taxi wollte uns mit zu einem nahe gelegenen Gipfel bringen. Aus diesem Grund fragten wir rum bis uns gnädigerweise ein Inder auf seinem Gemüsegeländewagen mitnahm. Das jedoch nur halb weil die Kutsche dann leider nicht mehr anspring. Egal, den restlichen Kilometer schaffen wir auch noch. Oben angelangt hat es sich wirklich gelohnt! Auf 2000 Höhenmeter hatten wir eine wunderschöne Aussicht.

 

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Sichtweite -9000

 

oder halt auch nicht. Wir befanden uns nämlich direkt in einer Wolke. Schade um die Aussicht aber dennoch ein hammer Gefühl. Auch so waren die Wege, angelegt über Brücken, schon ziemlich stark. Hat sich auf jeden Fall gelohnt.

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Nun begann es.

Es regnete. Es regnete und regnete wie aus Eimern. Wir versuchten wieder ins Tal zurück zu kommen. Doch das stellte sich nach und nach als unmöglich heraus. Das Taxi wollte kein Taxi rufen Traffic jam, eh. Und alle anderen PKWs waren voll besetzt. Alternativlos marschierten wir im Dauerregen den Berg hinunter. Durchnässt bis vom Scheitel bis zur Sohle hofften wir wenigstens im Tal eine Mitfahrgelegenheit zu erwischen – doch Fehlanzeige. Alle Offiziellen wollten uns kein Taxi rufen oder gaben erst gar keine Auskunft. Immer die Uhr im Rücken wurde ich langsam ungeduldig und plante schon eine notgedrungene Aufenthaltsverlängerung ein… Gnädigerweise nahm uns ein Paar mit in den nächst größeren Ort. Doch von dort aus fuhr auch niemand und wir wurden vertröstet und weitergeschickt. Schon fast am Ende meines Optimismus akquirierte ich einen Fahrer der uns für ein wenig Geld endlich zu unserem Ziel bringen sollte – Zeit: 2.00. Ich hatte also noch eine halbe Stunde bis mein Bus fuhr, war klatschnass und hatte keine Klamotten. Unser Glück war diesmal, das der Stau wirklich nur die andere Richtung betraf. Mittlerweile hatte ich mich mit meinem Schicksal abgefunden und schon meine Entschuldigungen vorbereitet, warum ich Montag nicht zur Arbeit erscheinen könne. 2.15 waren wir vor Ort. Ich rannte direkt zum Busbahnhof und fragte nach einem Aufschub von 5 Minuten, da ich ja noch meine Sachen holen müsste – abgelehnt. John hatte ich bereits vorgeschickt um alles in meinen Rucksack reinzuwerfen. Ich bin gerannt, John an mir vorbei der fitte Bastard. Meine Rettung war dann die supernette  Dame vom Hostel die mich mit ihrem Auto zurück zum Busbahnhof gebracht hat. Eine Minute vor Abfahrt war ich dann da. Anders als bei der Hinfahrt war ich immer noch klatschnass. Die Kälte im Bus sorgte dafür, dass ich bloß kein Auge zumachen kann, ich fror die gesamte Fahrt…Also alles super gelaufen! 🙂

 

Fresher Tee

Fresher Tee

 

Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Mal!

post scriptum: Hab mir noch Fürth – HSV angeschaut – sind wir eben noch ein weiteres Jahr Derbysieger.

WESAKDAY.

HalliHallo liebe Freunde, Freundesfreunde und an die Geräte zu Hause,

endlich konnte ich mich mal wieder zu einem Blogeintrag durchringen. Ich werde jetzt versuchen aktuell zu bleiben – muss euch allerdings noch ein, zwei Mal in die Vergangenheit entführen – Stichwort Singapur & Perhentian Islands… Hiermit entschuldige ich mich auch für meine Nachlässigkeit und gelobe Besserung. Ob ich das einhalten kann/werde steht natürlich noch in den Sternen. 

Fangen wir mal an: Gestern am 13.05.2014 war der Wesakday. Obwohl der Wesakday ein rein buddhistisches Fest ist, ist er dennoch ein National Holiday in Malaysia. Bedeutet für mich: frei. Deshalb hab ich mich auch mit den Jungs n Abend vorher in eine Karaokebox gewagt aber das Thema lass ich mal lieber… (ich hab gehört es gibt Videos, igitt).

Wie gesagt, Wesakday oder auch Wesakha ist ein reine buddhistische Feierlichkeit. Mir war der Tag bis dato eher unbekannt. Konkret gibt es dieses Fest zu ehren des Geburtstages von Siddharta Gautama, also Buddha. Gleichzeitig wird aber auch die Erleuchtung Buddhas, damit einhergehend sein Eintritt ins Nirvana und sein Tod gefeiert. 

In Penang wurde das Fest bereits am 12. Mai begonnen. Nachts wird in den buddhistischen Tempeln gebetet und, mehr oder weniger, gefeiert. Da ich so ein super freiwilliger bin hab ich direkt auch mal mit meinem Heim an der Parade teilgenommen. Mein Heim war in Verbindung mit einem buddhistischen Tempel/Schule involviert.

Am Tempel angekommen haben wir dann erst einmal ein neues, extra Wesakday Shirt bekommen und es gab was zu Essen. Wir wurden dann jeder einem Rollifahrer zugeteilt. 

 

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Dann ging die Parade respektive Prozession auch schon los. Vorbei an diversen buddhistischen Zentren sowie an eine Menge an Menschen sind wir circa 3 Stunden durch die Stadt gelaufen. Unterwegs bekamen wir Wasser und allerlei Kleinigkeiten zugesteckt.

Wie ihr euch sicher vorstellen könnt wird man nach drei Stunden Rollifahrer schieben auch irgendwann müde also war ich froh dann auch mal die Runde beendet zu haben. Alles in allem war es auf jeden Fall sehr interessant sowas mal mitzuerleben. Auch bin ich wieder einmal froh in Penang zu sein, da Wesakday außerhalb Malaysias nicht besonders groß gefeiert wird.

 

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Ein kleiner Eindruck, danke fürs Lesen und bis bald (= 

Everyday Life. FMFA2014. Todesfälle. Malaysische Krisenbewältigung.

Wow, endlich kommt wieder was neues und alle rasten komplett aus!

Jetzt lebe ich hier schon zwei Monate aber bewusst ist mir das kaum. Die Zeit scheint zu fliegen. Das hat sowohl positive als auch negative Seiten.Im Heim vergeht die Zeit immer sehr schnell, man hat kaum gefrühstückt da ist auch schon wieder Feierabend. So langsam hab ich mich auch an den malaysischen Alltag gewöhnt, vor allem ans Essen haha. Aber auch ein paar Charakterzüge sind mir aufgefallen. Ich versuche mir weniger zu denken: “Warum zum Teufel machen die sowas überhaupt?!”.

Bis auf die üblichen Verdächtigen fehlt mir auch so gut wie gar nichts hier. Na klar vermisse ich Hamburg und meine Leute aber das hier ist doch ne ganz adäquate Alternative. Doch eine Sache gibt es, die ich nicht so ohne Weiteres an mir vorbei ziehen lassen kann. Das es hier keine Milch gibt, damit kann ich leben (ist ja eh nicht so gesund wie alle sagen). Aber das es hier kein richtiges Brot gibt macht mir schon zu schaffen. Nun möchte man sagen: “Och du, stell dich ma nich so an. Toast reicht doch auch!” – Dem würde ich sogar zustimmen wenn man denn eine Aufschnittalternative hätte außer Marmelade und Erdnussbutter. Damit kommen wir zum traurigsten – es gibt hier keinen Käse!! Und wenn, dann unfassbar teuer. Ein kleines Stück Gouda, in Deutschland vielleicht für 2,50 zu haben, kostet hier umgerechnet 13 Euro. Ich als passionierter Goudaverkoster habe damit zu kämpfen.

Ihr merkt schon, wenn das mein einziges Problem ist dann scheint es mir ja nicht schlecht zu gehen. Genau so ist es auch. Und während die Wochen so verstreichen und wir immer noch zum magischen PenangFA gehen (https://www.youtube.com/watch?v=1QNzXYnnJcI) überlegen wir uns immer wieder, was wir denn an den Wochenenden so machen wollen. Und so kommen wir zu meiner ersten Reise. 

Vom 13. bis zum 15. März fand in Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias, das Future Music Festival Asia 2014 statt. Auftreten sollten unter anderem Deadmau5, Macklemore, Wu-Tang, Martin Garrix, Pharrell uvm. Meine drei anderen Mitstreiter und ich haben uns also Tickets dafür besorgt. Doch bevor die Reise losgehen konnte musste für das Flüssige gesorgt werden. Also ab zum Internationalen Unternehmen (Antarabangsa Enterprise). Dort wurde sich erst einmal mit köstlichen, malaysischem Vodka (oder auch Vodek, Vodsen & Voddex) eingedeckt. Er macht nicht blind, soviel sei gesagt. Schmeckt aber wie Benzin also perfekt um den Motor in Fahrt zu bringen habe ich mir gedacht!  (icks deh)

Dann gings ab in den Bus. Die Fahrt nach KL war bis auf einige Buschfeuer, die der extremen Hitze momentan zu verdanken sind, ereignislos. In Kuala Lumpur angekommen haben wir uns dann gefragt wo denn die Stadt ist. Soviel Smog & Haze. Unglaublich, man hat die Skyline wirklich nicht mehr gesehen. Es war schon ziemlich ekelhaft. Aber okay, mussten wir mit Leben und uns daran gewöhnen. Wir schnappten uns ein zentral gelegenes Hostel und dann gings auch schon los mit den guten Geschichten. Zu Fabi, Tobi, Jan und mir stieß dann noch der John dazu. Als die furiosen Fünf machten wir uns auf den Weg zum Festival. Das Gelände lag etwas außerhalb. Von heavy police presence und strikten Kontrollen war die Rede. Davon haben wir nicht allzu viel gemerkt. Was wir dennoch gemerkt haben waren unsere schmalen Portemonnaies. Ein Bier kostete doch ernsthaft 15RM und ein Wasser sogar 10RM. Bei knapp 40 Grad und viel getanze ist das schon ein krasser Preis.

Deadmau5 "legt auf"

Deadmau5 “legt auf”

 

I'm raving I'm raving

I’m raving I’m raving

 

Tag Zwei startete, festivalgemäß, mit Alkohol und was zu Essen. Der Freitag war wohl sehr gut hab ich mir sagen lassen. Nachdem ich meine überkrassen ravingskills ausgepackt habe war der Tag auch schon wieder vorbei. Vielmehr weiß ich nicht. Am Samstag gabs dann die böse Überraschung. Es sollte der Tag mit den eigentlichen Main-Acts werden, also alles worauf man gewartet hat sollte an diesem Tag spielen. Ich hatte mich vor allem auf Gesaffelstein und Brodinski gefreut. Am Gelände angekommen erfuhr ich recht schnell, dass beide an diesem Tag wohl nicht spielen – so schlecht so gut. Wir waren früher dran als an den beiden anderen Tagen und wollten dann auch zügig aufs Gelände. Nur aus irgendeinem Grund stand der Großteil der Besuch VOR dem Eingang. Keiner wurde reingelassen. Es verbreitete sich ziemlich schnell das Gerücht, dass das Event wohl abgesagt worden sei. Das wollte jedoch keiner so wirklich glauben und wahrhaben. Die Leute wurden unzufriedener  bis die offizielle Mitteilung kam. Das Tag wurde wirklich gestrichen. Wir erfuhren ziemlich schnell warum. 6 Menschen sind am Freitag gestorben, an einer Überdosis Drogen und vier weitere derzeit im Koma.

Von nun an häuften sich Aussagen, man müsse ja nicht deswegen den ganzen Tag absagen. Nur weil 6 Menschen gestorben sind müsse man ja nicht den Spaß für 20.000 andere zerstören. Meiner Meinung nach war es vollkommen richtig, dass es abgesagt wurde. Die Veranstalter versuchten bis zur letzten Minute das Festival trotzdem fortzusetzen. Daher waren auch schon ein paar wenige auf dem Gelände gewesen. Was man allerdings nicht hätte machen müssen ist, das man wirklich jeden Main-Act auf den Samstag gepackt hat. Die Enttäuschung und Frustration der Leute ist für mich auch nachvollziehbar gewesen. Wenn man extra aus Neuseeland, Australien, Japan und Kanada (!) nach Kuala Lumpur fliegt ist man schon sauer wenn das Event dann einfach abgesagt wird. Ich hab mich dann erkundigt ob eventuell Riots zu erwarten wären aber mir wurde gesagt, dass Malaysier zu faul für so etwas sind. Vereinzelt flogen ein paar Flaschen aber das wars dann auch (ich hab nichts gemacht, wirklich). Da ich schon zwei feiste Tage geraved habe war ich weniger enttäuscht. Pragmatisch wie wir nunmal sind, fuhren wir dann zügig ins Hostel und haben die letzten Reste vom Snowy geleert. Daraufhin sind wir dann noch in eine Bar und haben uns an Neuseeländern und Australiern ergötzt die so voll waren, wie man es wahrscheinlich nur auf dem Oktoberfest gewohnt ist.

Den Tag zu cancellen ist eine Geschichte, ob man daraufhin auch ein weiteres Festival (Life in Colours, sollte am 19.4. stattfinden) absagen muss ist fragwürdig. Über die ganze Geschichte hat man in den Zeitungen eher wenig gelesen. Meine letzte Info waren 6 Tote und 4 im Koma, 22 Dealer erwischt. Tragisches Ende für ein eigentlich richtig gutes Festival.

Wo wir dann auch bei der Krisenbewältigung wären. Ihr habt mit Sicherheit alle von der vermissten Maschine MH370 gehört. Obwohl ich relativ häufig die lokale Zeitung sowohl gedruckt als auch online verfolge erfahre ich in deutschen Medien einiges mehr als hier. Die, vor allem von China, kritisierte Informationspolitik Malaysias ist wirklich bedenklich. Es sind immerhin 239 Menschen vermisst und wahrscheinlich tot. Nur vereinzelt mit Informationen, die sich später teilweise als falsch herausstellten, herauszurücken und eine Woche später zuzugeben, dass die Maschine ja doch noch vielleicht 7 Stunden geflogen ist, geht einfach nicht. Nebenbei wollte die Regierungspartei dann auch noch der Opposition eins rein drücken. Der Pilot soll ein besessener Oppositionsanhänger gewesen sein. Das stellte sich dann im Endeffekt als falsch raus. Sei das nicht schon genug beauftragte die Regierung Gurus bzw. Schamanen die die Maschine auf spirituelle Weise lokalisieren sollen. Das spricht für sich und erklärt den Groll anderer Nationen und Betroffener auf die Regierung. Zumindest hier in Penang machen sich viele lustig über die Regierung und wie ich mitbekommen habe ist das in anderen Ländern nicht anders.

Auf der Suche...

Auf der Suche…

Schamane mit Kokosnüssen

Schamane mit Kokosnüssen

Und das alles zu Beginn des Visit Malaysia Jahr, tolle Wurst.

EDIT: Die malaysische Regierung hat nicht offiziell mit der Suche beauftragt, wieso der Schamane namens Ibrahim Mat Zin so medienwirksam auftauchte “wisse man nicht”. Quelle

Nächstes Mal versuche ich einen Eintrag auf Englisch zu verfassen. Durch Zufall habe ich herausgefunden, dass es hier in Penang eine jüdische Gemeinde gab. Die Recherche läuft 🙂 So long, Folks!

post scriptum: Wenn jemand an aktuellen Bildern interessiert ist braucht einfach nur auf das kleine Bild rechts unten auf dem Blog zu klicken!

ROAD TO PENANG.

Nachdem ich nun einige Tage in Kuala Lumpur verbracht habe ging es nun endlich am Montagmorgen mit dem Bus nach Georgetown, Penang! Jetzt geht es erst richtig los!

Blick von der Brücke nach Pulau Penang

Blick von der Brücke nach Pulau Penang

Nach 5 Stunden Busfahrt bin ich in Penang angekommen. Auf dem Weg von Kuala Lumpur bis zum Zielort genoss ich erneut die wunderschöne Landschaft und die Gebirge, als Hamburger kann man das so sagen, Malaysias. Besonders das viele grün war sehr schön. Nach der Ankunft wurden wir dann sogleich von unserer Chapter Präsidentin auf unsere Organisationen verteilt.

Ankunft in Pulau Penang

Ankunft in Pulau Penang

Der Ort an dem ich von nun an lebe, schlafe und arbeite ist das Cheshire Home (http://www.penangcheshirehome.org). Die Chefin und mein Mitfreiwilliger Julian haben mich sofort begrüßt. Julian, der schon seit 6 Monaten hier ist und mit dem ich auch das Zimmer teile hat mich dann herumgeführt und mir alles wichtige erklärt. Das Heim an sich hatte ich mir komplett anders vorgestellt aber mir gefiel es auf anhieb. Mein Tätigkeitsbereich ist breit gefächert. Wir unterrichten Englisch und (versuchen es zumindest) Musik. Bei etwas Freizeit beschäftigen wir uns mit den Bewohnern oder helfen ihnen bei dem Umgang mit dem Computer. Falls mal wirklich nichts zu tun ist dann werden wir selbst handwerklich tätig oder basteln für den Verkauf des Heims. Da können wir dann Körbe machen (was ich abgrundtief hasse) oder Fußmatten oder sonstiges. Das Material kommt aus Fabriküberschüssen (nehme ich mal an) und das fertige Produkt wird dann später verkauft. Der Erlös geht dann ans Heim und den jeweiligen Produzenten. Wie ihr lesen könnt verhält es sich sehr entspannt hier. Die Bewohner sind meistens sehr gut drauf sodass die Atmosphäre immer entspannt, friedlich und lustig ist.

Der Montag war dann als Arbeitstag auch schon erledigt. Ich richtete mich kurz ein und dann sind wir auch schon mit dem Bus in die Stadt. Etwas anderes außer Bus gibt es hier nicht und dieser fahren auch nicht zu bestimmten Zeiten. Man geht zur Haltestelle und wenn man Glück hat kommt nach kurzer Zeit einer oder man wartet ganz gerne mal 10-15 Minuten. 

Gammeln an der Haltestelle

Gammeln an der Haltestelle

In der Stadt angekommen erwartete ich aus den Erzählungen aus Reiseführer und von Leuten aus Kuala Lumpur ehrlich gesagt etwas ganz anderes. Allerdings kann man auch nicht sagen, dass ich enttäuscht war. Auf den ersten Blick war es einfach eine normale Stadt, von Weltkulturerbe bis dato keine Spur. Direkt am ersten Tag durfte ich dann in den Genuss des vielgerühmten Essens kommen. Es wurde nicht übertrieben. Nachdem wir uns mit den anderen deutschen Freiwilligen beim Inder trafen kam ich natürlich auch sofort auf den Geschmack. Bestellen war erstmal schwierig aber essen ging natürlich klar. Ich bin jedes Mal aufs neue begeistert vom Roti und Tandoori Chicken. Daraufhin ging es direkt zu einem Ort, den die Jungs hier seit 6 Monaten schon nicht übergehen können – ich gehe davon aus, dass es mir ähnlich ergehen wird. Dazu aber nur ein Bild.

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Nun bin ich ja schon fast seit einem Monat hier und kann euch nun auch berichten, wie schön diese Stadt sein kann. Gleichzeitig begann auch Chinese New Year. Die festlichen Dekorationen machte ich schon in Kuala Lumpur aus. Da Penang jedoch zu ca. 80% von Chinesen bewohnt wird ist das hier noch mal n ganz anderer Schnack. Gong Xi Fa Cai hiess es dann 15 Tage lang, solange wird es gefeiert und mit Böllern und Feuerwerk ins Jahr des Hölzernen Pferdes gefeiert. Wir blieben diese Zeit im Heim. Da viel Besuch anstand und auch hier viel gefeiert wurde haben wir aber so ziemlich nichts verpasst – hoffe ich. Ach und bei jedem Besuch gab es dann auch Ang-Pau. Verheiratete Paare geben einen roten Umschlag mit ein bisschen Geld innen drin. Das war auch der Grund weshalb ich so gut wie gar nicht bei der Bank war, haha. Schon ganz nett direkt ganz viel Geld geschenkt zu bekommen.

Zurück zur Stadt. Mit gut 500.000 Einwohnern ist Georgetown zugleich Hauptstadt der Insel als auch des Staates Penang.  Die Stadt wurde ursprünglich 1786 von britischen Kolonialisten besiedelt und erhielt ihren Namen von König Georg III. Seit 2008 ist Georgetown ein UNESCO Weltkulturerbe.  Die noch erhaltenen Kolonialbauten sind wirklich sehr schön.

Altes Rathaus an der Esplanade

Altes Rathaus an der Esplanade

"Streetart" - häufig zu sehen im nördlichen Teil der Stadt

“Streetart” – häufig zu sehen im nördlichen Teil der Stadt

Haus im Kolonialstil

Haus im Kolonialstil

Wie gesagt es war die Zeit vom Chinese New Year. Daher waren die Straßen hier sehr viel und auch sehr schön geschmückt. Auch die Tempel wurden hergerichtet mit einer Menge von riesigen Räucherstäbchen vor den Türen. Innerhalb dieser 15 Tage gibt es dann noch speziellere Tage. Wenn ich mich richtig entsinne war der 1. & 2. sehr wichtig sowie der 8. und der letzte Tag auch. Am 8. war ich mit den Jungs im Hafengebiet (Jetty) und habe mir die dortigen Feierlichkeiten angesehen.

Geschmückte Straße

Geschmückte Straße

Opferschweine (?)

Opferschweine (?)

Feuerwerk

Feuerwerk

GEBALLER

GEBALLER

Wie es am Strand war, mein Alltag läuft und mehr erfahrt ihr dann beim nächsten Eintrag!

ENDLICH ANGEKOMMEN.

Selamat Datang di Malaysia!

Whow, viele viele Eindrücke bisher. Ich versuche diese mal hier zusammen zu fassen. Zu Beginn sei angemerkt, dass meine Eindrücke (natürlich) subjektiv sind und von meinem deutschen Hintergrund aus entstanden sind.

Am 22.01.2014 sind wir dann nun endlich losgeflogen nachdem ich noch eine wunderbare Nacht in Frankfurt verbracht habe. Wie das nun mal so ist wenn man aufgeregt ist, war ich einige Stunden früher als nötig am Flughafen und hatte dementsprechende Wartezeiten. Ich selbst habe, obwohl ich ziemlich hartkern bin, ein paar Tränen verdrücken müssen. Der Flug an sich war super entspannt, glücklicherweise hatte ich einen Fensterplatz und konnte so den Start und die Landung genießen.

Das Klima ist heiß und drückend um es kurz zu machen. Mal mehr, mal weniger schwül aber durchgehend warm. Schon am Flughafen in Kuala Lumpur fiel einem das viele Grün und vor allem die vielen Palmen auf. Vom Flughafen ging es dann auf eine einstündige Busfahrt nach Kuala Lumpur. Obwohl ich super müde und gerädert war blieb keine Zeit zum schlafen, da die Umgebung einfach zu ungewohnt und spannend war/ist. Ich habe noch nie soviel Wald und Palmen gesehen!

Nach der Ankunft im „Hotel Flamingo‟, nahe dem Zentrum, hieß es dann erstmal Zimmer beziehen und ein wenig am Pool entspannen sowie sich auf dem Hotelareal umsehen. Ein bisschen schade war, dass wir das Areal vorerst nicht verlassen konnten → wegen der Sicherheit. Es waren auch einige U18 dort, sodass ich das gut nachvollziehen konnte. Zuerst konnten wir auch den Grad des Hotels nicht wirklich einstufen. Einerseits war es recht schick aber im Detail dann teilweise dreckig usw. Das störte aber nicht wirklich, es sei denn, man ist nur 5 Sterne Hotels gewohnt.

Flamingo, Kuala Lumpur, Malaysia

Flamingo, Kuala Lumpur, Malaysia

Flamingo, Kuala Lumpur, Malaysia

Flamingo, Kuala Lumpur, Malaysia

Flamingo, Kuala Lumpur, Malaysia

Flamingo, Kuala Lumpur, Malaysia

Nun zu einem extrem wichtigen Teil der malayischen Kulter: Essen. Da wir uns nun auf dem „On Arrival Camp‟ befanden und dies als offiziell gilt gab es 6 (!) mal Essen am Tag, normal sind wohl auch 3/+. Frühstück gab es gegen 7, in Deutschland würde man das, was angeboten wurde wohl eher als Mittagessen oder Abendessen bezeichnen aber auf keinen Fall als Frühstück. Es schmeckte alles richtig, richtig gut. Um 9 gab es dann Morning Tea, es wird Kaffee und Tee sowie diverse Kleinigkeiten serviert – mal Teigtaschen, mal frittierter Fisch oder auch Bratnudeln. Um 12/13 Uhr gab es dann Lunch, ähnliches Angebot wie beim Breakfast. Gegen 16 Uhr dann Nachmittagstee, wiederum ähnlich wie der Morning Tea und um 18/19 Uhr Dinner, wieder ähnlich dem Lunch und Breakfast. Naja umd um 22 Uhr gibt’s dann noch mal eine weitere Kleinigkeit, haha. Also viel, viel, viel, viel Essen und alles schmeckt richtig gut – das Witzige ist, dass dann die Malayis uns sagten, dass Hotel Flamingo für schlechtes Essen bekannt sei! Man darf also gespannt sein…

Nachdem wir die ersten zwei Tage im Hotel verbrachten und von den einheimischen Freiwilligen vorbereitet wurden (Stichwort Eisberg-Modell 😉 ) und noch mal einiges übers Reisen und die Sicherheit gelernt und viel, viel gegessen haben sind wir dann am dritten Tag endlich ins innere der Stadt vorgedrungen. Kuala Lumpur hat 1,6 Millionen Einwohner (Großraum 7,2). Das Wahrzeichen der Stadt sind die Petronas Towers, mit ihren ca. 452 Metern überragen sie jedes andere Gebäude der Stadt.

Kuala Lumper, Malaysia

Petronas Towers, Kuala Lumper, Malaysia

Kuala Lumpur, Malaysia

Park, Kuala Lumpur, Malaysia

Kuala Lumpur, Malaysia

Petronas Towers, Kuala Lumpur, Malaysia

Da wir in der Gruppe unterwegs waren dauerte alles sehr lange, wie das nun mal so ist wenn man mit 30 Leuten in einer fremden Stadt unterwegs ist. Zuerst sind wir mit Hotelbullis zur TrainStation gefahren und von dort aus dann mit dem RapidTrain ins Stadtinnere vorgedrungen. Die erste Haltestelle war direkt an der Jamek-Moschee gelegen. Zwischen den ganzen Beton- und Glastürmen ein anmutiges Eiland mit einer sehr schönen Architektur.

Jamek Moschee, Kuala Lumpur, Malaysia

Jamek Moschee, Kuala Lumpur, Malaysia

Jamek Moschee, Kuala Lumpur, Malaysia

Jamek Moschee, Kuala Lumpur, Malaysia

Jamek Moschee, Kuala Lumpur, Malaysia

Jamek Moschee, Kuala Lumpur, Malaysia

Jamek Moschee, Kuala Lumpur, Malaysia

Jamek Moschee, Kuala Lumpur, Malaysia

Die Moschee durften die Frauen nur mit Gewändern und/oder Kopftüchern betreten. Die Männer ebenfalls sofern die Shorts nicht übers Knie gehen. So kam ich auch in den Genuss eines Gewandes. Die Führung durch die ehemalige Nationalmoschee war leider nur sehr kurz (Zeitdruck) aber informativ. Sie liegt direkt am Herzen der Stadt, dem Zusammenfluss vom Sungai Klang und Sungai Gombak.

Aufgrund des kurzen Aufenthaltes sind wir nur kurz an dem Platz der Unabhängigkeit, dem Merdeka Square vorbeilaufen und konnten uns damit nicht weiter beschäftigen. Das Sultan Abdul Samad Building ist eines der ältesten Gebäude der Stadt und mit seinem 41 Meter hohen Glockenturm und seiner ansprechenden Architektur eines der auffälligsten. Wo von 1909 bis 2007 der Oberste Gerichtshof tagte befindet sich nun der Sitz des Ministeriums für Information, Kommunikation und Kultur.

Sultan Abdul Samad Building, Kuala Lumpur, Malaysia

Sultan Abdul Samad Building, Kuala Lumpur, Malaysia

Sultan Abdul Samad Building, Kuala Lumpur, Malaysia

Sultan Abdul Samad Building, Kuala Lumpur, Malaysia

Gegenüber befindet sich der Market Square an dem 1957 die Unabhängigkeit Malaysias ausgerufen wurde.

Market Square, Kuala Lumpur, Malaysia

Market Square, Kuala Lumpur, Malaysia

Mehr habe ich dann leider auch nicht mehr sehen können von KL. Ich gehe allerdings davon aus, dass es nicht das letzte Mal sein wird das ich die Stadt sehe. Im nächsten Eintrag dann die ersten Eindrücke zu Georgetown, Penang!

Bis denn dann,

H.