WAS MACHE ICH HIER EIGENTLICH?!

BY POPULAR DEMAND

Ich dachte eigentlich, dass ihr alle wisst was ich hier mache. Offensichtlich ist das nicht so deshalb gebe ich euch hier mal eine kleine Auskunft über meine Tätigkeiten, meinen Alltag und meine Freizeit. Ich arbeite hier in einem Heim für behinderte Menschen. Dabei sind die konkreten Behinderungen so vielfältig wie die Altersunterschiede der Bewohner. Der jüngste ist 14, die älteste 65. Ich habe vorher noch nie mit Menschen gearbeitet in dem Sinne, die Bande aus Hamburg zählt ja nicht. Von daher war ich verdammt aufgeregt als ich zum ersten Mal das Heim betrat. Mittlerweile sind mir die Bewohner dermaßen ans Herz gewachsen, dass ich mit Sicherheit sehr traurig werde wenn ich diesen Ort verlassen muss. Was mache ich hier jede Woche? Unser, ich habe noch einen Kollegen/Mitfreiwilligen, Tätigkeitsbereich ist dabei sehr vielfältig. Schwerpunkte bei uns sind der Englisch- sowie der Computerunterricht. Man muss dabei immer sehen, dass man niemals zu viel verlangt – wenns nicht geht dann gehts nicht. Und natürlich bin ich auch kein Sonderpädagoge oder hab, oder besser hatte, überhaupt keine Ahnung was der Konsens in den Erziehungswissenschaften dazu sein soll. Mir ist nur zwei Dinge wichtig: 1) ich werde nie jemanden zu etwas zwingen, alles geschieht auf freiwilliger Basis. Wer keine Lust auf Unterricht hat geht nicht hin – selbst schuld 2) den Spaßfaktor so hoch wie möglich zu halten, sonst wirds schnell frustrierend und langweilig. Oftmals gehen wir auch auf sog. Functions mit. Das bedeutet, dass unser Heim, respektive eine bestimme Anzahl der Bewohner, zu einem Event eingeladen wird. Das kann von einem Dinner bis zu einem Zirkusbesuch alles sein – ist aber meistens ein Dinner. Wir fungieren dann als Aufpasser, helfen beim Essen und was eben so anfällt.

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Sowas sieht man dann auf einer Function, ich glaube das war das TaiwanFest

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Dragondance mit nem echt langen Drachen!

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Manchmal verkaufen wir unsere handgemachten Produkte (Symbolfoto)

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Die Straße aus dem Heim oder zu ihm hin, wie mans nimmt.

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Der Besuch des Bird Parks Penang gehörte auch dazu.

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Arme Eulen 😦

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Butterfly Farm besuchten wir dann auch mal.

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Ziemlich schönes Ambiente in dieser Farm.

Und das mach ich sonst:

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Meine Hauptarbeit – Fussmatten knüpfen!

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Toll, oder?

Wenn wir weniger zu tun haben helfen wir oft im Workshop aus. Wie ihr sehen könnt knüpfe ich hauptsächlich Fussmatten. Mir wurde mal aufgetragen einen Korb zu flechten – ich hasse es!!! Gott, wie ich es hasse. Deshalb habe ich nie einen Korb geflechtet.

Und wenn ich gerade nicht arbeite, dann mache ich entweder Sport. NATÜRLICH PUMPEN! und immer schön Futsal (eigentlich kein richtiges Futsal, sondern eher rumgebolze auf einem Kleinfeld) mit einer Gruppe sehr netten Indern, alle gut drauf! Und wenn wir das nicht gerade machen genießen wir die vielen Variationen des genialen Essens hier im Food-Paradise Penang.

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Thai!

 

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Ananasreis, definitiv eine Bereicherung!

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Keine Ahnung wie der Name ist aber diese Nudeln sind himmlisch. Viele Chinesen essen sie nicht, da sie aussehen wie Würmer…

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Bakuteh! Suppe mit Schweineinnereien. Leckerer als es sich anhört!

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Ziemlich geiles Eis (“Sorbet”) aus Südafrika in einer echten Zitronenschale.

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Damn!

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Teil eines chinesischen Dinners (besteht normalerweise aus 8 Gängen, kann aber variieren)

 

Am Wochenende erkunden wir die Stadt oder gehen an den Strand, Abends zu Antarabangsa!

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Der Strand ist ca. 60 – 75 Minuten mit dem Bus entfernt.

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Die Bonzengegend an den Straits Quays…

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Ausblick von der Esplanade aus, leider kein Strand…

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Ich bin stark angetan von dieser Architektur!

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chinesische Tempel wie Sand am Meer.

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Streetart mal hier mal da, auch sehr schön!

 

Und bald geht auch wieder die Saison von Penang FA los! Haria Penang Haria! 2. Liga in Malaysia macht schon ein bisschen Laune!

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Kurz und bündig. Next: Nepal!

Grüße an Kerstin!

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TEMPLERUN.

Früher als erwartet, was?!

Nun ja, es ist auch viel geschehen in der letzten Zeit. Meine verbleibenden Wochen, bevor die neuen Volontäre aus Deutschland ankamen, verbrachte ich mit der Erkundung Penangs. Die Geschichten über den botanischen Garten und den Nationalpark habt ihr ja (hoffentlich!) schon gelesen. Diesmal waren die Tempel dran! In meinem ersten Eintrag war es bereits der Kek Lok Si Tempel, der größte buddhistische Tempel Malaysias. Und wenn ich daran denke dann kommt es mir vor, als ob es gestern gewesen ist, dass ich in dieses Land kam. Wer davon Bilder sehen oder meinen Quark dazu hören möchte der kann das im ersten Beitrag machen – oder warten bis ich zurück in Deutschland bin und eventuell mal einen Fotoabend veranstalte, alsob.

Wieauchimmer; Um ehrlich zu sein habe ich mich nicht ganz auf Penang beschränkt. Überraschend wurde ich von meiner Chefin zu einem Kurztrip zu den Genting Highlands eingeladen. Zu den waaaaaaaaaaas??? – Richtig, kannte ich auch nicht. Stellte sich heraus, dass es ein riesen Resort mit dem einzigen legalem Casino Malaysias ist. Also entweder man gambled oder man langweilt sich. Ich tat letzteres und habe noch einen kleinen Abstecher zu einem sehr schönen Tempel gemacht. Aber nun der Reihe nach.

Beginnen wir in Penang. Und zwar sind mir schon bei diversen Fahrten durch die Stadt zwei ziemlich knallige Tempel aufgefallen (so auch beim Wesak Day) und zwar sind das namentlich der burmesische buddhistische Tempel und der thailändische buddhistische Tempel. Irgendwann musste ich die einfach mal anschauen gehen. Auf dem Weg dorthin entdeckte ich jedoch einen weiteren schönen Tempel, ein chinesisch buddhistischer Tempel. Umgangssprachlich wohl lifting Buddha Temple gennant – man kann wohl einen Wunsch haben, versuchen den dicken Buddha zu heben, Brudi, und wenn man es schafft dann wird der Wunsch in Erfüllung gehen. Offiziell firmiert der Tempel eher unter

HONG HOCK SEE TEMPLE

Über den Tempel ist komischerweise nur sehr wenig bekannt. Er ist wohl 1942 erbaut worden. Weltweit bekannt ist der Tempel durch das Problem der giftigen Ameisen. Da die buddhistischen Mönche keine Lebewesen töten dürfen ist das Problem größer als zunächst erwartet wird. Das war allerdings 2007. Als ich vor 3 Wochen dort war habe ich weder Ameisen gesehen noch wurde ich gebissen. Wie auch immer, man braucht ja auch eigentlich gar kein Hintergrundwissen um den Tempel zu genießen. Ich habe natürlich viele Bilder GESCHOSSEN, sodass ich euch einfach zwischendrin beschreibe wie der Tempel so aussieht. An dem Tempel bin ich schon oft vorbei gefahren, habe es jedoch nie geschafft mal einen Fuß hinein zu setzen.

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Das schöne an diesem Tempel ist, dass er so weitläufig ist. Wenn man eintritt hat man erst einmal einen relativ großen Parkplatz vor sich. Drumherum ein paar kleinere Tempel  und entsprechende Figuren. Erst wenn man hinter die Haupthalle geht entdeckt man kleinere aber schon pompöööse Pagoden samt Drachen oder goldenem Buddha.

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Normal..

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Pagode im hinteren Bereich des Tempels

Der Tempel hatte auf alle Fälle die eine oder andere nette Überraschung an Darstellungen parat. Nachdem ich diesen nun abgehakt hatte ging es weiter zu meinen eigentlichen Zielen.

Dhammikarama Burmese Buddhist Temple

Der burmesische und der thailändische Tempel stehen sich exakt gegenüber. Das Witzige daran ist, dass es so aussieht, als ob jeder den Gegenüber übertrumpfen möchte. Beide strahlen in glänzendem Gold und sehen sehr prachtvoll aus! Ich betrat zuerst den burmesischen Tempel.

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Außenansicht – Mauerverzierungen

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Das Eingangstor

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Eine Station des Siddartha Gautama (Buddha)

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Allein die Mauern um diesen Tempel sind mit verzierten Gold überzogen und verdammt eindrucksvoll, genauso wie das Eingangstor. Das gesamte Tempelgelände ist gesäumt von diversen Statuen. Die Haupthalle ist relativ nah am Eingang bzw. gibt es zwei. Verbunden durch einen überdachten Gang. In diesem Gang sieht man auf der rechten sowie der linken Seite Gemälde der Stationen im Leben und im Nachleben des Buddhas.

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Immer diese Rehe überall…

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Wie ihr sehen könnt ist dieser Tempel sehr sehr eindrucksvoll und wunderbar gestaltet (sieht man mal von dem üblichen Asiakitsch ab wie z.B. den Rehen). Mitten in der Stadt ein keines Idyll. Es gibt zudem genügend Bänke auf denen man einfach mal alles baumeln lassen kann. Ich war allein unterwegs und habe mir dort die erste Auszeit gegönnt.

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Das war also der erste der beiden güldenen Götterhäuser.

Wat Chayamangkalaram Thai Buddhist Temple

So nun der dritte im Bunde. Der thai buddhistische Tempel, der sog. Lying Buddha. Sein Merkmal ist vor allem der liegende Buddha (33 Meter) in der großen Halle. Der Tempel wurde 1845 gebaut, nachdem der Thai Community in Penang von der Queen Viktoria ein paar Quadrat Land geschenkt wurden.

Der Tempel weist sich vor allem durch seinen betonierten Boden  und wenig Rasen aus. Auch die Halle in der sich die liegende Buddha Statue befindet ist alles andere als imposant. Aber nun gut, der Tempel hat auch seine schönen Seiten.

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Achso, Bilder vom liegenden Buddha gibt es nicht. Ich war natürlich zu spät daher hatte die Halle schon geschlossen, clever oder? Im Hintergrund des letzten Bildes sieht man die Halle.

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Das wars dann auch schon mit den schönen Tempeln in Penang. Alle drei waren auf jeden Fall den Besuch wert und kann es jedem nur empfehlen, mal vorbei zu schauen wenn man in Penang ist.  Der vierte Tempel lag etwas weiter weg von Penang und zwar in den Genting Highlands.

CHIN SWEE CAVES TEMPLE / GENTING HIGHLANDS

Wie bereits oben erwähnt hatte mich meine Chefin spontan zu einem Besuch der Highlands eingeladen. Die Genting Highlands sind leider alles andere als spannend. Eigentlich bestehen die Genting Highlands, oder einfach nur Genting aus einem 6 Hotels umfassenden Resort. Die Hotels gehören alle zu der Genting Gruppe. Man findet mittlerweile überall auf der Welt Resorts dieser Gruppe.  Alle Hotels sind untereinander verbunden und wenn man nicht will dann muss man gar nicht erst nach draußen um von dem einen in das andere Hotel zu kommen. Wir waren im drittgrößten Hotel der Welt (Stand 2012; 2006 war es noch das größte weltweit). Allein die Lobby sah aus wie der Terminal eines mittelgroßen Flughafens, wirklich ziemlich übertrieben. Ähnlich wie die Preise dort: 1 Roti in Penang= 1RM; 1 Roti in Genting = 8RM. Also warum ist dieser Ort bei Locals und Singapurianern (heißt wirklich so!) so beliebt? Am milden Klima kann es nicht liegen, dafür gibt es schönere Orte. Ganz einfach, in den Genting Highlands steht das einzig legale Kasino Malaysias. Alle fahren hier nur zum zocken hin. Meinereiner hat aber weder das Know-How noch das Geld um zu gamblen. Ich schaute mich nach Ausweichmöglichkeiten um. Eine tolle Erfahrung wäre das Eiszimmer gewesen. Man zahlt ein bisschen Geld und steht dann in einem Raum, der auf -5 oder 10 Grad Celsius herunter gekühlt wurde damit man “den europäischen Winter” erleben kann. Tolle Sache, hab ich dann aber doch nicht gemacht. Ich hatte keine Jacke dabei.

Eine andere schöne Sache wäre die Gondelfahrt über die bewaldeten Hochlande gewesen. Leider hatte diese geschlossen. Die Optionen schwunden dahin und da ich auch keine drei Tage nur bei Starbucks herum gammeln wollte, beschloss ich mit einem Kollegen, dem das auch Glücksspiel zuwider war, einen Tempel etwas abseits zu besichtigen. Den Chin Swee Caves Tempel.

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Der Tempel ist in zwei Bereiche geteilt. Einmal gibt es den neueren Bereich mit Pagode und Platform usw. (siehe Bilder oben und unten) und dann gibt es noch den Bergtempel, den älteren Bereich der nur aus einer größeren Halle und einem Teich mit Schildkröten besteht. Erbaut wurde er 1975 vom Besitzer bzw. Schaffer der Genting Highlands, Tan Sri Dato’ Seri Lim Goh Tong, und kostete um die 12 Millionen Ringgit (also etwa 3 Millionen Euro).

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Die Tempelanlage ist wirklich schön und das dazugehörige Panorama tut sein übriges. Man lernt dort viel über den chinesischen Glauben und was es mit den ganzen Figuren auf sich hat. Auch die Pagode ist frei zugänglich.

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Bei Fragen einfach kommentieren oder mich anderweitig erreichen.

Was folgt: Urlaubseintrag und unser Hari Raya Wochenende!

Danke fürs lesen und warten (die Bilder brauchen immer so richtig schön lange zum laden…)

HALBZEIT. KUALA LUMPUR. PENANG.

Krass. Halbzeit bzw. schon drüber,

Ein komisches Gefühl wenn man sich bewusst wird, dass man schon seit fast 7 Monaten in diesem schönen Land weilt. Und dass die kommenden 5 noch viel schneller vorbei gehen werden. An den letzten beiden Wochenenden hielt ich mich unter anderem deswegen in Kuala Lumpur auf (ist die Hauptstadt Malaysias). Das erste Wochenende jedoch nur ,um mal zu erleben wie es so ist, wenn man in Asien “clubben” gehen will.

Ausgegangen ist das Wochenende von John, auch schon Begleiter beim FMFA & den Kameronischen Hochlanden, der mich einlud noch einmal loszuziehen.

Intelligenterweise nahm ich den Nachtbus am Donnerstag. Dies hatte zur Folge, dass ich morgens um 5:30 in Kuala Lumpur ankam. Natürlich konnte ich nicht schlafen im Bus, wer hätte das gedacht. Dementsprechend war ich gut gerädert aber gerade noch so fit, dass ich in einem Mamak Store (24h Fresstempel) noch die letzten 30 Minuten des WM-Eröffnungsspiels erleben konnte. Hätte ich mir auch sparen können bei dem Gekicke.

Wie auch immer. Nachdem der Teil abgeschlossen war wusste ich erstmal nicht weiter. Es hat mich ehrlich überrascht, dass Kuala Lumpur als Metropole es sich leisten kann bis 9 Uhr zu schlafen. Ernsthaft, bis auf die Fresstempel hatte rein gar nichts auf. Also entschied ich mich spontan die Batu Caves zu besuchen.

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Petaling Street KL – komplett leer.

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Die Masjid Jamek bei Nacht – rechts daneben die vielen Zeitungspacker.

Die Batu Caves liegen etwas außerhalb der Stadt, sind aber dank des relativ gut vernetzten Nahverkehrs leicht und günstig zu erreichen. Es handelt sich dabei um mehrere Höhlen (batu -malay- = Stein, caves = Höhle) aus Kalkstein die verschiedene Hindutempel im Inneren sowie auf den Vorplätzen beherbergen. Blickfang ist auf alle Fälle die 42,7 Meter hohe Statue der Gottheit Murugan. Aber auch die Tempel auf dem Vorplatz sind sehr schön anzuschauen.  Und weil ich so früh dort ankam war ich auch der einzige Tourist der zwischen ein paar religiösen Hindus die vielen Treppen hochgetapert bin.

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Hindu Tempel vor den eigentlichen Höhlen.

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Aussenansicht.

 

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Hindu Statue, weiss nicht welche. Edit: Lord Hanuman – Der Affengott (Danke Tasya!)

 

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Schöne Sache das.

272 Stufen muss man erklimmen um in die Haupthöhle, vorbei an der Statue, zu gelangen. Die Nebenhöhlen (haha) waren wegen des frühen Zeitpunktes leider noch gesperrt.

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Sehr imposant, nach 3 Jahren bauen im Jahr 2006 fertiggestellt.

 

 

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Katzensprung.

 

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Die Hälfte ist geschafft!

 

 

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Alles halb so wild.

 

Bevor ich jedoch hochgehen konnte, sah ich ein Schild das besagte, dass man doch bitte nicht in unangemessener Kleidung in die Höhlen gehen sollte. Dazu gehörte auch eine kurze Hose (laut Bild). Demnach suchte ich mir erst ein kleines, unbeobachtetes Plätzchen um meine Hose zu wechseln – die Toiletten nebenan übersah ich großzügig. Amüsant auch der Hinweis, man solle doch bitte nicht joggen. Tatsächlich nutzen einige Leute die Treppen um durch das hoch und runter Laufen fit zu werden. Fand ich witzig. Weniger witzig fand ich, dass es offensichtlich völlig Banane war, ob ich nun lange oder kurze Hosen trage.

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Das Innere – kam mir gar nicht so heilig vor.

 

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Der Himmel.

 

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Diverse Schreine 1/2. Ich für meinen Teil finde die hinduistische Kunst an Tempeln jedes Mal beeindruckend.

 

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Diverse Schreine 2/2.

 

Angekommen in den Höhlen war ich etwas enttäuscht. Zum Einen war die Haupthöhle um einiges kleiner als erwartet und zum Anderen verliert es viel von einem besonderen, religiösen Eindruck wenn überall überquollene Mülleimer stehen. Naja, ein Besuch war es auf alle Fälle wert – aber nur wenn man gerade in Kuala Lumpur ist. Wieder unten angekommen suchte ich mir aufs Neue ein schattiges Plätzchen um mich wieder umzuziehen. Fand ich mehr oder weniger, entdeckte ich dabei doch den Schlafplatz von ziemlich vielen Indern die sich auch alle gerade anziehen wollten. Relativ zügig setzte ich mich dann in die Bahn zurück in das Zentrum. Ein bisschen Sightseeing machen bevor die Kollegen endlich Feierabend hatte.

Ich schaute mir diverse Gebäude an, alles nicht sooo der Rede wert. Was ich jedoch überaus gelungen fand ist der botanische Garten der Stadt. Vor allem mir kam er unendlich gut gelegen. Ausgelaugt und genervt durch wenig Schlaf und die Temperatur bot er eine Oase der Ruhe inmitten des städtischen Lebens, der Abgase und Motoren.

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Diese Stonehenge Nachbildung stand zuvor im öffentlichen Teil des Planetariums. Achja, den Rucksack habe ich natürlich den ganzen Tag mitgeschleppt.

 

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Sieht schon toll aus, habe dort auch kurz Rast gemacht.

 

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Neben Stonehenge bot das Planetarium auch ähnliche Gebilde aus anderen Epochen und anderen Kulturen. Ziemlich interessant!

Aufgrund dessen, dass ich eben seit ca. 6 Stunden durch die Stadt gewandert bin samt Rucksack habe ich mich im Garten erst einmal für zwei Stunden schlafen gelegt. Man findet sonst keine öffentlichen Plätze an denen man relativ ungestört sitzen kann, das gilt leider für ganz Malaysia.

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Mal ehrlich, wer würde da nicht entspannen. Nachdem ich mich ausgeruht hatte, hab ich mich mit einer AFS-Bekanntschaft am Central Market (Pasar Seni) getroffen und ein bisschen mehr entspannt, was gegessen und diese kleinen Fischis an meinen Füßen knabbern lassen.

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War auf jeden Fall ein witziges, gleichzeitig sehr komisches Gefühl. Das war dann so ungefähr mein Freitag. Den Abend haben wir dann getrunken, gefeiert und Geld ausgegeben. Den ganzen Samstag geschlafen, was gegessen und den Freitagabend wiederholt. Fazit: Feiern ist hier in Malaysia wirklich gewöhnungsbedürftig. Der Eintritt liegt meist etwas hoch und man muss gleichzeitig eine Flasche Schnaps ordern. Der musikalische Horizont beschränkt sich ausnahmslos auf EDM oder es sind so furchtbare DJs am Werk, dass diese sogar gute Musik versauen können. ABER: eine Erfahrung mehr. Und dank der Leute hat es natürlich sehr viel Spaß gemacht!

Die Woche drauf habe ich ganz normal und fleißig wie immer in Penang gearbeitet. Immer noch voller Hoffnung, dass mein Midstaycamp nicht in Kuala Lumpur stattfinden wird war ich dann etwas geknickt ob der Nachricht, dass ich wieder einmal in die Hauptstadt darf. Diesmal nahm ich aber nicht den Nachtbus. Ich wollte ausgeschlafen sein und außerdem konnte ich das Hostel für die Nacht aufschreiben, sodass ich mein Geld später wiederbekam. Das Camp ist dazu gedacht, dass sich alle Volontäre in Malaysia nach 6 Monaten treffen und ihre Gedanken, Gefühle, Probleme dies das austauschen. Ich kann einfach überhaupt nicht klagen und nichts schlechtes sagen, habe weder Probleme noch schlechte Erfahrungen im Heim gemacht. Ich bin immer noch 100 Prozent zufrieden und glücklich hier. Beziehungsweise umso glücklicher war ich als ich manch andere Geschichte gehört habe.

Als Aktivität (macht man anscheinend so) sind wir raus in den Dschungel und dort Quad gefahren. Hat echt Spaß gemacht! Fand ich auch eine gute Idee und hat uns etwas lockerer gemacht – mal weg von der ganzen Theorie. Abends haben wir jeweils die WM-Spiele geschaut. Und das wars mit dem Wochenende dann auch schon. Ist auch nicht mehr so spannend wenn man 4 Tage zuvor schon Mal dort war.

Die PenangBoys hatten bereits ihre Rückreise angetreten und mich ganz allein in der Stadt zurück gelassen. Weshalb ich diese Tatsache als Anlass nahm, um vieles von dem zu unternehmen wozu ich in den ersten 6 Monaten noch nicht gekommen bin. Dazu gehörte u.a. der Besuch des Taman Negara Pula Penang (Taman Negara = Nationalpark), den kleinsten Nationalpark der Welt, und des botanischen Gartens von Penang. Ja, ich habe meine Wanderlust und meine liebe für stille Plätze in der Natur wieder entdeckt.

Begrüßt wurde ich am Eingang von ein paar Affen. Nette Tiere dachte ich da noch.

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Ich empfang den Park als überwältigend schön. Der Weg entlang des Wassers in Richtung Monkey Beach liefert wunderschöne Ausblicke.

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Völlig verschwitzt angekommen genoss ich den feinen Ausblick und ging schwimmen.

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Da ein Boot zurück für mich allein zu teuer ist ging ich den Weg Barfuß wieder zurück. Und da passierte es. Auf einem Ast, der den Weg kreuzte, saß der Affenboss. Deutlich erkennbar an seiner Größe. Er ließ mich mitnichten passieren, fauchte  und schrie mich an. Ich bekam wirklich Angst. Ich ging also ein paar Meter zurück und wartete ab, ob der Affenkönig sich denn zurück ziehen würde. Das Tat er allerdings nicht. Ich wagte noch einen Versuch. Der Boss schrie ziemlich laut und wurde sichtbar wütend, plötzlich war ich von 8 (oder 300) weiteren Affen umringt. Wieder ging ich zurück. In Anbetracht der Tatsache, dass ich mich gleich einem Kampf mit Affen stellen müsse suchte ich mir einen Stock und nahm meinen Rucksack als Schild. Meine Knie schlotterten doch zurückgehen war keine Option mehr. Ich hielt den Stock in des Affen Richtung. Haarscharf bin ich einer Auseinandersetzung aus dem Weg gegangen. Die Affen liessen mich glücklicherweise in Ruhe von dannen ziehen. Ich hatte natürlich immer noch eine Heidenangst und hab mich relativ schleunig von diesem Platz entfernt. Puh. Obwohl ein Boxkampf mit Affen auch eine schöne Geschichte geworden wäre -> falls ich überlebt hätte.

Mein Trip letzten Samstag ging zum botanischen Garten von Penang. Sehr sehr schön aber leider um einiges (!) kleiner als der Garten in KL.

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Der Strauch auf dem Weg war mir ein Foto wert.

 

Achso, ich bin natürlich völlig fertig dort angekommen weil ich kleiner Frechdachs natürlich einfach mal in den Dschungel reingelaufen bin. Dort bin ich dann nach ca. 50 Minuten umgedreht weil ich von wandernden Chinesen erfuhr, dass dieser Weg zum Penang Hill führt. Da wollte ich ja nun nicht hin. Wie dem auch sei, auch im botanischen Garten gab es Affen. Diese waren aber um einiges friedlicher und haben nur meinen belgischen Kompagnon gejagt und nicht mich.

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Außerdem hab ich ihn angefaucht, damit er mal weiss, wie das ist! Scheiss angefauche immer.

 

 

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Toll, was? Das war es auch schon fast wieder. Dies Wochenende wurde ich von meiner Chefin zu den Genting Highlands eingeladen, dort gibt es eigentlich nur ein Casino und ein Resort aber was macht man nicht alles für die Arbeit. Und ich habe gehört es soll furchtbar kalt werden ( ca. 25Grad…brrrr). Im August geht es dann nach Kambodscha und Vietnam und frühestens danach könnt ihr den nächsten Beitrag erwarten, haha.

Ein Wermutstropfen habe ich jedoch noch zu verkünden. Ich denke mal ihr wisst was gerade wieder im nahen Osten los ist. Ich hoffe es zumindest, ansonsten schnappt euch mal ne Zeitung oder ein ähnliches Informationsmedium und lest! Ich habe beschlossen meine Kontakte zu den Malays, die ich hier bisher kennen gelernt habe, komplett abzubrechen. Das hat seine Gründe. Der Gaza-Konflikt ist nicht schwarz-weiß, es wird sehr sehr viel Propaganda veröffentlicht und vieles lässt sich nicht einfach so erklären. Ich für meinen Teil halte die Aussagen Israels für um einiges glaubwürdiger als die der Hamas. Das ist natürlich eure Sache wie ihr das handhabt, mich interessiert eure Meinung dazu auch überhaupt nicht. Jedoch kann ich unter keinen Umständen damit leben, dass besagte Bekannte meinen Bilder von Adolf Hitler zu posten, weil “er es den Juden ja schonmal so richtig gezeigt hat” oder sonstige Scheisse. Ich kann Leute, die diesen Konflikt als Ventil für ihren ekelhaften Judenhass benutzen überhaupt nicht ausstehen. Wenn dann auch noch jemand von AFS, also ein Mitglied dieses Vereins zum interkulturellen Austausch, meint, Obama als “fuckin Nigger” bezeichnen zu müssen weil er ja nicht eingreift bin ich wirklich maßlos enttäuscht. Ich hänge in Deutschland nicht mit Antisemiten und Rassisten ab und das tue ich hier genauso wenig. Das Malaysia als islamisches Land dem Judentum und Israel nicht gerade wohlgesonnen sind kann und konnte ich mir natürlich vorher denken. Jedoch war das nie ein Thema hier, warum auch. Das jetzt diese Äusserungen kommen finde ich traurig, Diskussionen sind hinfällig. Ich finde es nur schade.

Ein paar Erklärungen hier:

http://fullcomment.nationalpost.com/2012/10/06/robert-fulford-anti-semitism-without-jews-in-malaysia/

http://fighthatred.com/recent-events/national-political-hate/1145-malaysia-is-in-the-forefront-of-countries-expressing-national-hatred-against-jews-and-israel

http://www.frontpagemag.com/2014/dgreenfield/anti-semitism-survey-shows-muslims-more-anti-semitic-than-buddhists/

http://www.aijac.org.au/news/article/malaysia-s-obsession-with-jews-love-affair-with-

(etwas älter aber dienen als Erklärung ganz gut)

Ansonsten geht es mir super 🙂 Ich freue mich auf die kommenden Monate und Urlaube und habe bislang nicht den Hauch von Heimweh gehabt.

WESAKDAY.

HalliHallo liebe Freunde, Freundesfreunde und an die Geräte zu Hause,

endlich konnte ich mich mal wieder zu einem Blogeintrag durchringen. Ich werde jetzt versuchen aktuell zu bleiben – muss euch allerdings noch ein, zwei Mal in die Vergangenheit entführen – Stichwort Singapur & Perhentian Islands… Hiermit entschuldige ich mich auch für meine Nachlässigkeit und gelobe Besserung. Ob ich das einhalten kann/werde steht natürlich noch in den Sternen. 

Fangen wir mal an: Gestern am 13.05.2014 war der Wesakday. Obwohl der Wesakday ein rein buddhistisches Fest ist, ist er dennoch ein National Holiday in Malaysia. Bedeutet für mich: frei. Deshalb hab ich mich auch mit den Jungs n Abend vorher in eine Karaokebox gewagt aber das Thema lass ich mal lieber… (ich hab gehört es gibt Videos, igitt).

Wie gesagt, Wesakday oder auch Wesakha ist ein reine buddhistische Feierlichkeit. Mir war der Tag bis dato eher unbekannt. Konkret gibt es dieses Fest zu ehren des Geburtstages von Siddharta Gautama, also Buddha. Gleichzeitig wird aber auch die Erleuchtung Buddhas, damit einhergehend sein Eintritt ins Nirvana und sein Tod gefeiert. 

In Penang wurde das Fest bereits am 12. Mai begonnen. Nachts wird in den buddhistischen Tempeln gebetet und, mehr oder weniger, gefeiert. Da ich so ein super freiwilliger bin hab ich direkt auch mal mit meinem Heim an der Parade teilgenommen. Mein Heim war in Verbindung mit einem buddhistischen Tempel/Schule involviert.

Am Tempel angekommen haben wir dann erst einmal ein neues, extra Wesakday Shirt bekommen und es gab was zu Essen. Wir wurden dann jeder einem Rollifahrer zugeteilt. 

 

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Dann ging die Parade respektive Prozession auch schon los. Vorbei an diversen buddhistischen Zentren sowie an eine Menge an Menschen sind wir circa 3 Stunden durch die Stadt gelaufen. Unterwegs bekamen wir Wasser und allerlei Kleinigkeiten zugesteckt.

Wie ihr euch sicher vorstellen könnt wird man nach drei Stunden Rollifahrer schieben auch irgendwann müde also war ich froh dann auch mal die Runde beendet zu haben. Alles in allem war es auf jeden Fall sehr interessant sowas mal mitzuerleben. Auch bin ich wieder einmal froh in Penang zu sein, da Wesakday außerhalb Malaysias nicht besonders groß gefeiert wird.

 

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Ein kleiner Eindruck, danke fürs Lesen und bis bald (= 

Everyday Life. FMFA2014. Todesfälle. Malaysische Krisenbewältigung.

Wow, endlich kommt wieder was neues und alle rasten komplett aus!

Jetzt lebe ich hier schon zwei Monate aber bewusst ist mir das kaum. Die Zeit scheint zu fliegen. Das hat sowohl positive als auch negative Seiten.Im Heim vergeht die Zeit immer sehr schnell, man hat kaum gefrühstückt da ist auch schon wieder Feierabend. So langsam hab ich mich auch an den malaysischen Alltag gewöhnt, vor allem ans Essen haha. Aber auch ein paar Charakterzüge sind mir aufgefallen. Ich versuche mir weniger zu denken: “Warum zum Teufel machen die sowas überhaupt?!”.

Bis auf die üblichen Verdächtigen fehlt mir auch so gut wie gar nichts hier. Na klar vermisse ich Hamburg und meine Leute aber das hier ist doch ne ganz adäquate Alternative. Doch eine Sache gibt es, die ich nicht so ohne Weiteres an mir vorbei ziehen lassen kann. Das es hier keine Milch gibt, damit kann ich leben (ist ja eh nicht so gesund wie alle sagen). Aber das es hier kein richtiges Brot gibt macht mir schon zu schaffen. Nun möchte man sagen: “Och du, stell dich ma nich so an. Toast reicht doch auch!” – Dem würde ich sogar zustimmen wenn man denn eine Aufschnittalternative hätte außer Marmelade und Erdnussbutter. Damit kommen wir zum traurigsten – es gibt hier keinen Käse!! Und wenn, dann unfassbar teuer. Ein kleines Stück Gouda, in Deutschland vielleicht für 2,50 zu haben, kostet hier umgerechnet 13 Euro. Ich als passionierter Goudaverkoster habe damit zu kämpfen.

Ihr merkt schon, wenn das mein einziges Problem ist dann scheint es mir ja nicht schlecht zu gehen. Genau so ist es auch. Und während die Wochen so verstreichen und wir immer noch zum magischen PenangFA gehen (https://www.youtube.com/watch?v=1QNzXYnnJcI) überlegen wir uns immer wieder, was wir denn an den Wochenenden so machen wollen. Und so kommen wir zu meiner ersten Reise. 

Vom 13. bis zum 15. März fand in Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias, das Future Music Festival Asia 2014 statt. Auftreten sollten unter anderem Deadmau5, Macklemore, Wu-Tang, Martin Garrix, Pharrell uvm. Meine drei anderen Mitstreiter und ich haben uns also Tickets dafür besorgt. Doch bevor die Reise losgehen konnte musste für das Flüssige gesorgt werden. Also ab zum Internationalen Unternehmen (Antarabangsa Enterprise). Dort wurde sich erst einmal mit köstlichen, malaysischem Vodka (oder auch Vodek, Vodsen & Voddex) eingedeckt. Er macht nicht blind, soviel sei gesagt. Schmeckt aber wie Benzin also perfekt um den Motor in Fahrt zu bringen habe ich mir gedacht!  (icks deh)

Dann gings ab in den Bus. Die Fahrt nach KL war bis auf einige Buschfeuer, die der extremen Hitze momentan zu verdanken sind, ereignislos. In Kuala Lumpur angekommen haben wir uns dann gefragt wo denn die Stadt ist. Soviel Smog & Haze. Unglaublich, man hat die Skyline wirklich nicht mehr gesehen. Es war schon ziemlich ekelhaft. Aber okay, mussten wir mit Leben und uns daran gewöhnen. Wir schnappten uns ein zentral gelegenes Hostel und dann gings auch schon los mit den guten Geschichten. Zu Fabi, Tobi, Jan und mir stieß dann noch der John dazu. Als die furiosen Fünf machten wir uns auf den Weg zum Festival. Das Gelände lag etwas außerhalb. Von heavy police presence und strikten Kontrollen war die Rede. Davon haben wir nicht allzu viel gemerkt. Was wir dennoch gemerkt haben waren unsere schmalen Portemonnaies. Ein Bier kostete doch ernsthaft 15RM und ein Wasser sogar 10RM. Bei knapp 40 Grad und viel getanze ist das schon ein krasser Preis.

Deadmau5 "legt auf"

Deadmau5 “legt auf”

 

I'm raving I'm raving

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Tag Zwei startete, festivalgemäß, mit Alkohol und was zu Essen. Der Freitag war wohl sehr gut hab ich mir sagen lassen. Nachdem ich meine überkrassen ravingskills ausgepackt habe war der Tag auch schon wieder vorbei. Vielmehr weiß ich nicht. Am Samstag gabs dann die böse Überraschung. Es sollte der Tag mit den eigentlichen Main-Acts werden, also alles worauf man gewartet hat sollte an diesem Tag spielen. Ich hatte mich vor allem auf Gesaffelstein und Brodinski gefreut. Am Gelände angekommen erfuhr ich recht schnell, dass beide an diesem Tag wohl nicht spielen – so schlecht so gut. Wir waren früher dran als an den beiden anderen Tagen und wollten dann auch zügig aufs Gelände. Nur aus irgendeinem Grund stand der Großteil der Besuch VOR dem Eingang. Keiner wurde reingelassen. Es verbreitete sich ziemlich schnell das Gerücht, dass das Event wohl abgesagt worden sei. Das wollte jedoch keiner so wirklich glauben und wahrhaben. Die Leute wurden unzufriedener  bis die offizielle Mitteilung kam. Das Tag wurde wirklich gestrichen. Wir erfuhren ziemlich schnell warum. 6 Menschen sind am Freitag gestorben, an einer Überdosis Drogen und vier weitere derzeit im Koma.

Von nun an häuften sich Aussagen, man müsse ja nicht deswegen den ganzen Tag absagen. Nur weil 6 Menschen gestorben sind müsse man ja nicht den Spaß für 20.000 andere zerstören. Meiner Meinung nach war es vollkommen richtig, dass es abgesagt wurde. Die Veranstalter versuchten bis zur letzten Minute das Festival trotzdem fortzusetzen. Daher waren auch schon ein paar wenige auf dem Gelände gewesen. Was man allerdings nicht hätte machen müssen ist, das man wirklich jeden Main-Act auf den Samstag gepackt hat. Die Enttäuschung und Frustration der Leute ist für mich auch nachvollziehbar gewesen. Wenn man extra aus Neuseeland, Australien, Japan und Kanada (!) nach Kuala Lumpur fliegt ist man schon sauer wenn das Event dann einfach abgesagt wird. Ich hab mich dann erkundigt ob eventuell Riots zu erwarten wären aber mir wurde gesagt, dass Malaysier zu faul für so etwas sind. Vereinzelt flogen ein paar Flaschen aber das wars dann auch (ich hab nichts gemacht, wirklich). Da ich schon zwei feiste Tage geraved habe war ich weniger enttäuscht. Pragmatisch wie wir nunmal sind, fuhren wir dann zügig ins Hostel und haben die letzten Reste vom Snowy geleert. Daraufhin sind wir dann noch in eine Bar und haben uns an Neuseeländern und Australiern ergötzt die so voll waren, wie man es wahrscheinlich nur auf dem Oktoberfest gewohnt ist.

Den Tag zu cancellen ist eine Geschichte, ob man daraufhin auch ein weiteres Festival (Life in Colours, sollte am 19.4. stattfinden) absagen muss ist fragwürdig. Über die ganze Geschichte hat man in den Zeitungen eher wenig gelesen. Meine letzte Info waren 6 Tote und 4 im Koma, 22 Dealer erwischt. Tragisches Ende für ein eigentlich richtig gutes Festival.

Wo wir dann auch bei der Krisenbewältigung wären. Ihr habt mit Sicherheit alle von der vermissten Maschine MH370 gehört. Obwohl ich relativ häufig die lokale Zeitung sowohl gedruckt als auch online verfolge erfahre ich in deutschen Medien einiges mehr als hier. Die, vor allem von China, kritisierte Informationspolitik Malaysias ist wirklich bedenklich. Es sind immerhin 239 Menschen vermisst und wahrscheinlich tot. Nur vereinzelt mit Informationen, die sich später teilweise als falsch herausstellten, herauszurücken und eine Woche später zuzugeben, dass die Maschine ja doch noch vielleicht 7 Stunden geflogen ist, geht einfach nicht. Nebenbei wollte die Regierungspartei dann auch noch der Opposition eins rein drücken. Der Pilot soll ein besessener Oppositionsanhänger gewesen sein. Das stellte sich dann im Endeffekt als falsch raus. Sei das nicht schon genug beauftragte die Regierung Gurus bzw. Schamanen die die Maschine auf spirituelle Weise lokalisieren sollen. Das spricht für sich und erklärt den Groll anderer Nationen und Betroffener auf die Regierung. Zumindest hier in Penang machen sich viele lustig über die Regierung und wie ich mitbekommen habe ist das in anderen Ländern nicht anders.

Auf der Suche...

Auf der Suche…

Schamane mit Kokosnüssen

Schamane mit Kokosnüssen

Und das alles zu Beginn des Visit Malaysia Jahr, tolle Wurst.

EDIT: Die malaysische Regierung hat nicht offiziell mit der Suche beauftragt, wieso der Schamane namens Ibrahim Mat Zin so medienwirksam auftauchte “wisse man nicht”. Quelle

Nächstes Mal versuche ich einen Eintrag auf Englisch zu verfassen. Durch Zufall habe ich herausgefunden, dass es hier in Penang eine jüdische Gemeinde gab. Die Recherche läuft 🙂 So long, Folks!

post scriptum: Wenn jemand an aktuellen Bildern interessiert ist braucht einfach nur auf das kleine Bild rechts unten auf dem Blog zu klicken!

ROAD TO PENANG.

Nachdem ich nun einige Tage in Kuala Lumpur verbracht habe ging es nun endlich am Montagmorgen mit dem Bus nach Georgetown, Penang! Jetzt geht es erst richtig los!

Blick von der Brücke nach Pulau Penang

Blick von der Brücke nach Pulau Penang

Nach 5 Stunden Busfahrt bin ich in Penang angekommen. Auf dem Weg von Kuala Lumpur bis zum Zielort genoss ich erneut die wunderschöne Landschaft und die Gebirge, als Hamburger kann man das so sagen, Malaysias. Besonders das viele grün war sehr schön. Nach der Ankunft wurden wir dann sogleich von unserer Chapter Präsidentin auf unsere Organisationen verteilt.

Ankunft in Pulau Penang

Ankunft in Pulau Penang

Der Ort an dem ich von nun an lebe, schlafe und arbeite ist das Cheshire Home (http://www.penangcheshirehome.org). Die Chefin und mein Mitfreiwilliger Julian haben mich sofort begrüßt. Julian, der schon seit 6 Monaten hier ist und mit dem ich auch das Zimmer teile hat mich dann herumgeführt und mir alles wichtige erklärt. Das Heim an sich hatte ich mir komplett anders vorgestellt aber mir gefiel es auf anhieb. Mein Tätigkeitsbereich ist breit gefächert. Wir unterrichten Englisch und (versuchen es zumindest) Musik. Bei etwas Freizeit beschäftigen wir uns mit den Bewohnern oder helfen ihnen bei dem Umgang mit dem Computer. Falls mal wirklich nichts zu tun ist dann werden wir selbst handwerklich tätig oder basteln für den Verkauf des Heims. Da können wir dann Körbe machen (was ich abgrundtief hasse) oder Fußmatten oder sonstiges. Das Material kommt aus Fabriküberschüssen (nehme ich mal an) und das fertige Produkt wird dann später verkauft. Der Erlös geht dann ans Heim und den jeweiligen Produzenten. Wie ihr lesen könnt verhält es sich sehr entspannt hier. Die Bewohner sind meistens sehr gut drauf sodass die Atmosphäre immer entspannt, friedlich und lustig ist.

Der Montag war dann als Arbeitstag auch schon erledigt. Ich richtete mich kurz ein und dann sind wir auch schon mit dem Bus in die Stadt. Etwas anderes außer Bus gibt es hier nicht und dieser fahren auch nicht zu bestimmten Zeiten. Man geht zur Haltestelle und wenn man Glück hat kommt nach kurzer Zeit einer oder man wartet ganz gerne mal 10-15 Minuten. 

Gammeln an der Haltestelle

Gammeln an der Haltestelle

In der Stadt angekommen erwartete ich aus den Erzählungen aus Reiseführer und von Leuten aus Kuala Lumpur ehrlich gesagt etwas ganz anderes. Allerdings kann man auch nicht sagen, dass ich enttäuscht war. Auf den ersten Blick war es einfach eine normale Stadt, von Weltkulturerbe bis dato keine Spur. Direkt am ersten Tag durfte ich dann in den Genuss des vielgerühmten Essens kommen. Es wurde nicht übertrieben. Nachdem wir uns mit den anderen deutschen Freiwilligen beim Inder trafen kam ich natürlich auch sofort auf den Geschmack. Bestellen war erstmal schwierig aber essen ging natürlich klar. Ich bin jedes Mal aufs neue begeistert vom Roti und Tandoori Chicken. Daraufhin ging es direkt zu einem Ort, den die Jungs hier seit 6 Monaten schon nicht übergehen können – ich gehe davon aus, dass es mir ähnlich ergehen wird. Dazu aber nur ein Bild.

ipp

Nun bin ich ja schon fast seit einem Monat hier und kann euch nun auch berichten, wie schön diese Stadt sein kann. Gleichzeitig begann auch Chinese New Year. Die festlichen Dekorationen machte ich schon in Kuala Lumpur aus. Da Penang jedoch zu ca. 80% von Chinesen bewohnt wird ist das hier noch mal n ganz anderer Schnack. Gong Xi Fa Cai hiess es dann 15 Tage lang, solange wird es gefeiert und mit Böllern und Feuerwerk ins Jahr des Hölzernen Pferdes gefeiert. Wir blieben diese Zeit im Heim. Da viel Besuch anstand und auch hier viel gefeiert wurde haben wir aber so ziemlich nichts verpasst – hoffe ich. Ach und bei jedem Besuch gab es dann auch Ang-Pau. Verheiratete Paare geben einen roten Umschlag mit ein bisschen Geld innen drin. Das war auch der Grund weshalb ich so gut wie gar nicht bei der Bank war, haha. Schon ganz nett direkt ganz viel Geld geschenkt zu bekommen.

Zurück zur Stadt. Mit gut 500.000 Einwohnern ist Georgetown zugleich Hauptstadt der Insel als auch des Staates Penang.  Die Stadt wurde ursprünglich 1786 von britischen Kolonialisten besiedelt und erhielt ihren Namen von König Georg III. Seit 2008 ist Georgetown ein UNESCO Weltkulturerbe.  Die noch erhaltenen Kolonialbauten sind wirklich sehr schön.

Altes Rathaus an der Esplanade

Altes Rathaus an der Esplanade

"Streetart" - häufig zu sehen im nördlichen Teil der Stadt

“Streetart” – häufig zu sehen im nördlichen Teil der Stadt

Haus im Kolonialstil

Haus im Kolonialstil

Wie gesagt es war die Zeit vom Chinese New Year. Daher waren die Straßen hier sehr viel und auch sehr schön geschmückt. Auch die Tempel wurden hergerichtet mit einer Menge von riesigen Räucherstäbchen vor den Türen. Innerhalb dieser 15 Tage gibt es dann noch speziellere Tage. Wenn ich mich richtig entsinne war der 1. & 2. sehr wichtig sowie der 8. und der letzte Tag auch. Am 8. war ich mit den Jungs im Hafengebiet (Jetty) und habe mir die dortigen Feierlichkeiten angesehen.

Geschmückte Straße

Geschmückte Straße

Opferschweine (?)

Opferschweine (?)

Feuerwerk

Feuerwerk

GEBALLER

GEBALLER

Wie es am Strand war, mein Alltag läuft und mehr erfahrt ihr dann beim nächsten Eintrag!